Am Montag begann in den östlichen Bundesländern bereits die Schule. Kommende Woche ist es auch im Westen und damit auch in Oberösterreich so weit. Wie genau das Schuljahr aussehen wird, kann noch niemand wirklich abschätzen.

Im Unterrichtsministerium versucht man jedoch zu beruhigen und beteuert, dass es in den Schulen so normal wie möglich zugehen soll – zumindest nach der „neuen Normalität“ Kurz’scher Definition.

Neben den üblichen Hygienevorschriften soll dabei auch das neue Corona-Ampelsystem bei allfälligen Verschärfungen der Maßnahmen zum Einsatz kommen. So soll ab Stufe Gelb die Maske außerhalb der Klassenräume Pflicht werden.

Ab Orange werden Schulveranstaltungen entfallen und Schüler ab 14 Jahren auf „Homeschooling“ umgestellt werden. Bei Rot gilt dies dann für alle Schüler, wobei betont wird, dass Eltern mit Zustimmung des Arbeitgebers in diesem Falle drei Wochen Sonderurlaub nehmen können.

Eltern: „Lasst unsere Kinder in Ruhe“

Allerdings zeigt nun bereits das Beispiel der AHS Korneuburg (NÖ), dass Schulleiter einige Freiheiten haben, die durch die Schul­autonomie gedeckt sind. Trotz Elternprotesten verkündete der Direktor der Schule, dass – unabhängig von der Ampel – an seiner Schule verschärfte Regeln, ähnlich der Stufe Gelb, gelten.

So müssen die Schüler immer beim Betreten der Schule sowie in den Gängen und in Situationen, in denen der Abstand nicht gewahrt werden kann, eine Maske tragen. Dies alles, obwohl Studien zeigen, dass Kinder für das Virus kaum anfällig sind.

Viele Eltern werfen dem Schulleiter daher auch Schikane, vorauseilenden Gehorsam und Untertanengeist vor. „Lasst unsere Kinder in Ruhe“, kommentieren Eltern mehrfach online. Manche rufen gar dazu auf, diese Maßnahmen zu boykottierten.