Die afro-britische „Black Lives Matter“-Aktivistin Sasha Johnson wurde, laut Polizei, auf einer Party von Mitgliedern einer schwarzen Gang in den Kopf geschossen und schwebt in Lebensgefahr. Die Polizei glaubt nicht an eine gezielte Attacke. Der Vorfall ereignete sich am Todestag des Afro-Amerikaners George Floyd. Er starb ein Jahr zuvor am 25. Mai während einer Festnahme durch die Polizei in den USA.

Von Kornelia Kirchweger und Berthold Krafft

Am Montag war Sasha Johnson auf einer Party mit 30 Leuten im südlichen Londoner Bezirk Peckham, ein ethnisches Brennpunktviertel, wo über 50 Prozent Schwarze leben – auch als „Klein-Lagos“ bekannt. Laut Angaben der Polizei drangen um drei Uhr morgens vier dunkel gekleidete Schwarze in den Garten durch eine Seitentür ein. Es kam zu einem Kampf, wobei ein Mann um die 20 einen Messerstich erlitt. Auch Schüsse wurden abgegeben, einer davon traf Johnson in den Kopf. Die Täter flüchteten. Derzeit ringt Johnson im Krankenhaus mit dem Tod.

Motiv unklar: Vermutlich Gang-Kriminalität

Die Polizei tappt bezüglich Motiv und Identität der Täter im Dunkeln. Sie hofft, über Videoaufnahmen von den Straßenkameras mehr herauszufinden. Eine Freundin Johnsons erzählte: Offenbar habe eine Gang von der Party gehört und dass dort Rivalen dabei sind. Die Gang sei am Garten vorbeigefahren, habe Schüsse abgegeben, einer davon traf Johnson. Sie sei kein gezieltes Opfer gewesen. Polizeikommandant Alison Heydari erklärte in einer Pressekonferenz, dass die Polizei nicht von einem gezielten Anschlag ausgehe und, dass es im Vorfeld keinerlei Drohungen gegen Johnson gab. Vielmehr sei sie vermutlich zufällig getroffen worden. Am wahrscheinlichsten ist eine Auseinandersetzung zwischen kriminellen Gangs. Sogenannte „drive-by shootings“ (Schießereien in Vorbeifahren), bei denen Gangmitglieder überfallartig eine konkurrierende Gruppe beschießen, wobei das Treffen von unbeteiligten Passanten billigend in Kauf genommen wird, sind bei solchen Banden weit verbreitet.

Sozialistische Politikerin unterstellte sofort rassistisches Motiv

Zu früh gefreut hatte sich die ebenfalls dunkelhäutige, sozialistische Abgeordnete Diane Abbott, die, ohne die Fakten abzuwarten, in einer Stellungnahme verkündet hatte, dass Johnson angeschossen wurde, da sie angeblich „für rassische Gerechtigkeit“ eingestanden sei. Abbott hatte anscheinend gehofft, dass die Täter weiß sind, damit man so das beliebte Narrativ angeblicher „rassistischer Gewalt“ durch Weiße weiterspinnen kann. Nach diesem peinlichen Fauxpas muss Abbott jetzt einiges an Kritik aushalten.

Demonstration schlug in die selbe Kerbe

Unterstützer von Johnson veranstalteten eine Demonstration, bei der sie erstaunlicherweise den Weißen die Schuld an der Schießerei gaben, obwohl die Täter eindeutig schwarz waren. „Es ist Fakt, dass niemand einen Kugelhagel in weiße Nachbarschaften regnen lässt, doch in schwarzen Communitys ist das ein regelmäßiges Ereignis“, äußerte der schwarze Aktivist Leo Muhammad voller Zorn. Seiner Meinung nach sind also die Weißen auf wundersame Weise für die Taten von schwarzen Kriminellen verantwortlich.

Bekannte BLM-Aktivistin

Johnson ist eine bekannte Aktivistin, die unter anderem Reparationszahlungen an Schwarze, nach dem Vorbild des Holocaust fordert, weil der Kapitalismus sie rassistisch ausbeute. Sie fordert die finanzielle Entmachtung der Polizei und ein Rassismus-Register am Arbeitsplatz, das „Mikrorassismus“ mit sofortiger Entlassung ahndet. Schwarze sozialistische Politiker, wie David Lammy oder auch die erwähnte Diane Abbott, bezeichnete sie als verlogen, sie vertreten aus ihrer Sicht nur scheinbar die Interessen der Ethnien.

Black Panther-Anlehnungen

Johnson war das Gesicht des „Million People“ Protestmarsches gegen Rassismus von Notting Hill zum Hyde Park, vergangenen August. Bei einem anderen Anti-Rassismus Aufmarsch rief sie der versammelten Menschen zu: „Ich fürchte mich vor keiner Terrorgruppe, die Polizei ist genauso wie KKK“ (Ku-Klux-Klan, ein in den Südstaaten der USA entstandener rassistischer Geheimbund). Johnson ist nach eigenen Angaben auch mit der Anti-Rassismus-Gruppe „Forever Family“ verbunden, die vergangenen Sommer in Militär-Uniformen durch den Multi-Kulti Bezirk Brixton, in Süd-London, marschierten. Die Gruppe wird mit der militanten Black Panther Gruppe in den USA verglichen.

So trägt Johnson bei ihren Auftritten schwarze Uniformen, die an die ehemalige „Black Panther Party“ angelehnt sind. Diese gewalttätige Gruppe war in Amerika in den 1960er und 1970er-Jahren aktiv und plante einen kommunistischen, schwarzen Umsturz. Einer der Gründer der Gruppe, Huey Percy Newton, wurde von Tyrone Robinson, einem Mitglied der afroamerikanischen, marxistisch-leninistischen Straßengang „Black Guerilla Family“ erschossen. 

Mitglied in Multi-Kulti-Partei

Johnson ist auch Mitglied der Multi-Kulti-Partei „Taking The Initiative“, (TTIP), die Geschäftsleuten mit Arbeiterhintergrund gründeten. Diese will Kandidaten ins britische Parlament schicken, die ein Abbild ihrer Gemeinden sind. Sie wollen „Karrierepolitiker“ ablösen. TTIP widerspricht in einer Presseaussendung den Angaben der Polizei. Diese ignoriere Morddrohungen gegen Johnson und dass es wahrscheinlich einen Zusammenhang mit ihren BLM-Aktivitäten gebe. Es sei auch nicht bewiesen, dass die Angreifer „vier Schwarze“ waren, denn angeblich trugen sie Sturmhauben – wie soll man sie also erkennen? Beklagt wird auch, dass die Medien den Vorfall für eine „Schwarze gegen Schwarze“ Erzählung ausschlachten.

Mehr als 20 Menschen durch „Black Lives Matter“-Ausschreitungen getötet

Die aus den USA kommende, militante Afrikaner-Bewegung „Black Lives Matter“ (BLM) schafft es regelmäßig mit ihren Gewaltorgien in die Schlagzeilen. Zuletzt kam es wegen des wahrscheinlichen Drogen-Tods des vorbestraften Kriminellen George Floyd, der entgegen der Tatsachen als „rassistischer Polizeimord“ dargestellt wurde, zu schweren Ausschreitungen in dutzenden Städten. Dabei kamen über zwanzig Menschen zu Tode.

Zerstörten historische Statuen in Großbritannien

Mittlerweile hat die Gruppierung auch in vielen anderen westlichen Ländern, in die Afrikaner eingewandert sind, Ableger formiert. Auch in Großbritannien wütet BLM regelmäßig und zerstörte z. B. historische Statuen. Sasha Johnson ist eine wesentliche Wortführerin der Extremisten in England. Bei Aufmärschen ließ sie regelmäßig ihrem ungezügelten Hass auf alle Weißen freien Lauf und stachelte den Mob mit rassistischen Sprüchen an. Auch auf Twitter mache sie aus ihrem Herzen keine Mördergrube: „Der weiße Mann wird nicht gleichgestellt mit uns sein, sondern unser Sklave. Die Geschichte ändert sich. Keine Gerechtigkeit. Kein Frieden.“ Nun wurde sie am angeschossen und zwar von Tätern aus ihrer eigenen „Community“.

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