Schweden hat ein Jahr für Jahr ansteigendes Problem mit Banden- und Clankriminalität. Die Auseinandersetzungen und Straftaten werden häufig mit Schusswaffen und Sprengstoffen ausgetragen. Am 13. Jänner wurde wieder ein Wohnhaus Ziel eines Bombenanschlages. Dabei wurde großer Sachschaden angerichtet. Über die Täter und ihren Hintergrund möchte das offizielle Schweden nicht sprechen.

Das „feministisch“ regierte Land kommt nach Jahrzehnten der „Willkommenskultur“ nicht mehr zur Ruhe. Bombenanschläge gehören mittlerweile zur Tagesordnung. Häufig kommen Unbeteiligte zu Schaden. So auch am 13. Jänner, als ein starker Sprengsatz vor einem Wohnhaus in Stockholm-Östermalm detonierte. Die Fensterscheiben sind bis in den 6. Stock zerborsten, das Erdgeschoss ist am schlimmsten getroffen worden. Als Grund für die regelmäßigen Sprengstoff-Angriffe gelten Rivalitäten unter den Clans. Man versucht, die kriminellen Konkurrenten mit diesen Taten einzuschüchtern.

Hintergrund der Täter wird in Schweden verschleiert

Der Polizeichef Stockholms kommentierte den Vorfall mit „Das war eine der kräftigsten Explosionen, die wir bislang in dieser Region gehabt haben.“ Zwischen den Zeilen ist herauszuhören, wie normal Bombenexplosionen im Großraum Stockholm inzwischen sind. Die Nationalität von Straftätern wird in schwedischen Kriminalitätsstatistiken nicht veröffentlicht. Inwiefern dies den Opfern und nicht den Tätern nutzt, konnte bislang nicht beantwortet werden. Philipp Fink, Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung benannte jüngst Fehler in der Integrationspolitik als Ursache.

257 Sprengstoffattentate in nur einem Jahr

Laut Peter Imanuelsen, einem schwedischen Journalisten der Gegenöffentlichkeit, gab es 2019 ganze 257 Straftaten mit Sprengstoffen in Schweden. Im Jahr 2018 waren es „nur“ 162. Zudem berichtet er über 60 No-Go-Zonen im ganzen Land, welche von Gangs kontrolliert werden. Alleine an diesem Wochenende kam es zu vier Schießereien, nur in Stockholm bei denen zwei Menschen starben. Euronews berichtete im Dezember vom größten Bombenanschlag des Vorjahres, bei dem in Linköping 15 bis 20 Kilogramm Dynamit eingesetzt wurden. Das Medium berichtet, dass „die Ausgrenzung ausländischer Jugendlicher“ der Grund für die Bandenkriminalität wäre. Ob der Hang zu Gewalt und Kriminalität ein Grund für die Ausgrenzung sein könnte, wurde offenbar noch nicht untersucht.