Wochenblick

Schwedische Migrantenstädte stehen vor Bankrott

Die schwedische Stadt Filipstat, die seit 2015, hochgerechnet auf die Bevölkerung, die meisten Asylwerber aufgenommen hat, steht vor dem Bankrott: denn die einheimischen Steuerzahler, die mit immer höheren Gebühren die Erhaltung der „Neubürger“ finanzieren müssen, flüchten in andere Städte. Filipstat wird seit 16 Jahre von Sozialisten regiert. Ähnlich ergeht es auch der Stadt Göteborg.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

Statt der von Politikern versprochenen Bereicherung durch den Zuzug von Migranten, hat die Stadt jetzt dreimal soviel Sozialausgaben: denn ein Großteil der Zugewanderten ist arbeitslos und lebt vom Geld der Steuerzahler, berichtet der schwedische TV-Sender SVT. Allein in diesem Jahr musste Filipstat 3 Mio. Euro für Sozialhilfe und andere Unterstützungen berappen.

Lebenslang am Tropf des Staates

Claes Hultgren, der örtliche Stadtverwalter, beschrieb die missliche Lage: rund 750 Erwachsene aus Syrien, Somalia, Eritrea, Afghanistan und Irak leben in Filipstat. In dieser Gruppe sei die Arbeitslosigkeit und Abhängigkeit am höchsten, das Bildungsniveau am niedrigsten. Diese Menschen laufen Gefahr, dauerhaft am Rand der Gesellschaft zu leben, was die Stadt jetzt schon aufs Äußerste belaste. „Sie sind entweder zu alt oder Analphabeten oder haben kaum Bildung. Wir müssen es schließlich akzeptieren, dass einige dieser Leute ihr Leben lang von der Unterstützung der Gesellschaft lebt“, sagte Hultgren.

Urban Petterson, Stadtrat der Schwedendemokrat (Patrioten) meinte: über 80% der Asylwerber seien arbeitslos, leisten keinen Beitrag für die Gesellschaft. Sie werden ein Leben lang von Sozialhilfe leben. Das sei ein Riesenproblem. Weiterer Auslöser für die Flucht der Einheimischen sei auch der Unwille der „Neubürger“, sich zu integrieren. Sie sprechen eine andere Sprache…haben eine andere Religion und eine andere Lebensart. Werden die Unterschiede zu groß, wird das Zusammenleben immer schwieriger, sagte Petterson.

Massive Umschichtung der Bevölkerung

Filipstat erlebt zudem eine regelrechte Umschichtung der Bevölkerung. Zwischen 2012 – 2018 sank die Zahl der einheimischen Geburten um 640. Die Zahl der im Ausland geborenen Zuwanderer stieg hingegen um 963. In diesem Zeitraum verließen zudem Hunderte örtliche Berufstätig zwischen 20-64 Jahren die Stadt. Jene Gruppe, die der Stadt die meisten Steuern zahlt. Jim Fölander, Integrationsbeauftragter, meinte: „Wir erleben einen Bevölkerungsumbruch. Man kann dazu stehen und sagen, was man will – aber es ist eine Tatsache und wir müssen das ansprechen“.

Es gibt zwar viele offene Stellen in Filipstat. Doch die dafür erforderliche Ausbildung, Sprache und Training können nur wenige Migranten vorweisen. Kaum jemand sei bereit, die dafür angebotenen Programme zu absolvieren.

Sozialisten fordern: Alle Schweden müssen zahlen

Filipstats sozialistischer Stadtchef, Per Gruvberger, der seit 16 Jahren im Amt ist, forderte nun, dass der schwedische Staat (sprich alle Steuerzahler) aushilft und die Verantwortung für diese „von Menschen gemachte“ Krise übernimmt (Anm. d. Red: die links-grüne Regierung fährt weiterhin einen migrationsfreundlichen Kurs). „Wir brauchen die Mittel und einen nationalen Ausgleich, um das zu schaffen. Das Problem ist das über Jahre hinweg praktizierte Asylsystem“, meinte er.

Ardalan Shekarabi, schwedischer Minister für die öffentliche Verwaltung, versprach jetzt Unterstützung für Filipstat. „Schweden hat keine Probleme, die wir nicht lösen können, wenn wir helfen“, meinte er. Er stehe täglich in Kontakt mit den „verzweifelten Stadtverwaltern“. Im Jänner werde erstmals Geld fließen, um das Problem wirklich zu lösen, müsse das über die nächsten Jahre weiterlaufen.

Zuständiger Minister kam illegal nach Schweden

Der aus dem Iran stammende Sozialist Shekarabi lebte übrigens selbst zwei Jahre lang illegal in Schweden und erhielt dann aus humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis. Als Sprecher der sozialistischen Jugend war er in einen Veruntreuungsskandal verwickelt und trat zurück. 2014 wurde er schließlich vom schwedischen Sozialisten-Premier Stefan Löfven in die Regierung geholt.

In den sozialen Medien gingen angesichts der Problem in Filipstat die Wogen hoch. Ein User meinte etwa, „leider waren es nicht die Atomphysiker und Gehirnchirurgen, die nach Filipstat“ kamen.