Weil eine 45-jährige Flüchtlingsbetreuerin und zugleich Kommunalpolitikerin der Sozialdemokraten im schwedischen Alingsås wiederholt Sex mit einem 16-jährigen Afghanen hatte, wurde sie nun wegen „sexueller Ausbeutung“ zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem muss sie ihrem Opfer umgerechnet 7.800 Euro Schadenersatz bezahlen.

Die Frau legte mittlerweile alle Ämter zurück. Sie war mitunter auch Ausschussmitglied der Sozialisten im Bezirksgericht Alingsås und sogar Offizier bei den schwedischen Streitkräften.

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Wegen Alterslüge drohte Vergewaltigungs-Klage

Anfangs drohte der Frau sogar eine Klage wegen Vergewaltigung, weil der Afghane ein falsches Alter angab. Seinen Angaben zufolge, wäre er zum Zeitpunkt der sexuellen Beziehung erst 14 Jahre alt gewesen. Untersuchungen ergaben hingegen, dass er Ende 2000 geboren wurde und 2015 als „unbegleitetes Flüchtlingskind“ aus Afghanistan nach Schweden kam.

Die sexuelle Beziehung soll laut schwedischen Medien mehrmals im Sommer und Herbst 2017 im Haus der Verurteilten stattgefunden haben. Die Frau betreute minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. Der betroffene Afghane war mit einem der von ihr betreuten Jugendlichen bekannt. So lernte er auch sie kennen.

…ich verhelfe Dir zu einem Pass

Aufgeflogen ist die Geschichte, als der Afghane einem anderen Betreuer erzählte, was passiert war. Der Polizei schilderte er den Hergang wie folgt: er habe der Frau geholfen, einen Massagetisch nach Hause zu tragen. Sie fing an, ihn zu massieren und ergriff die Initiative zum Sex mit ihm. Er habe Angst gehabt, sei unerfahren gewesen und habe das eigentlich nicht gewollt. Als er nach Hause kam, fühlte er sich schlecht und übergab sich. Die Politikerin kaufte ihm auch ein teures Handy, Alkohol und Zigaretten und erklärte, dass sie ihm zu einem Pass verhelfen werde. Nach Angaben des Afghanen habe sie auch darauf bestanden, ungeschützten Sex zu haben, weil sie mit ihm schwanger werden wollte. Als er bei ihr zu Hause war, habe sie ihm auch ihre Uniform und eine Waffe gezeigt. Auch deshalb hatte er Angst, den Vorfall zu erzählen.

Verurteilte: wollte Beziehung mit ihm…

Die verurteilte Frau sagte, sie sei tatsächlich an einer Beziehung zu dem Afghanen interessiert gewesen, die Initiative zum Sex kam aber allein von ihm. Das Landgericht kam zu dem Schluss, dass der 16-Jährige von der viel älteren Frau abhängig war, sie habe ihn massiert und es sei offensichtlich, dass sie die Initiative zum Sex ergriffen habe.