Im deutschen Sachsen wurde jüngst verlautbart, dass Corona-Verweigerer in die Psychiatrie gesperrt werden können. In der Schweiz wurden am Wochenende ein für breitenwirksame Corona-Kritik bekannter Arzt von einem schwerbewaffneten Sonderkommando der Polizei festgenommen. Der Vorwurf: Er habe Drohungen gegen Politiker und Verwandte ausgesprochen.

Die Kantonspolizei Aargau rückte am Karsamstag mit einer Sondereinheit aus. Ein 58-jähriger Schweizer aus dem Bezirk Baden soll nach Aussagen der Polizei Drohungen gegen Familienangehörige und Behörden verbreitet haben. Er wurde festgenommen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Der Einsatz der Sondereinheit wurde damit begründet, dass man von einer Bewaffnung des Mannes ausging.

Hilferuf im Netz

Wie Medien aus der Schweiz berichten, handelt es sich beim Mann um einen 58-jährigen Arzt, der als Corona-Kritiker eine gewisse Berühmtheit erlangt hatte. Bevor die Handschellen klickten, postete er noch einen Hilferuf auf Twitter: „Vor meiner Praxis steht ein Einsatzkommando der Kapo Aargau, ich werde abgeholt, Hilfe!“

Ein Bekannter des Arztes spricht in Berichten davon, er habe festgestellt, dass der 58-Jährige „verwirrende Aussagen“ im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemacht habe. Der Arzt hätte unter anderem einen Tweet verfasst, in dem er behauptet habe, dass es das Coronavirus gar nicht gebe. Einen bekannten Virologen aus Deutschland bezeichnet er obendrein als „Clown“.

Sondereinheit sperrte Bahnhof ab

Da laut Behörden wohl der Verdacht bestand, dass der mutmaßlich psychisch labile Mann bewaffnet sein könnte, hatte die Polizei rund um das Gebäude besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Ein Einsatzkommando sperrte vorübergehend auch die angrenzende Straße sowie den nahen Bahnhof ab.

Arzt: „5G in Beatmungsgeräten tötet Patienten“

Am Montag dürfte sich der Arzt wieder in Freiheit befunden haben, da neue Wortmeldungen auf Twitter von ihm auftauchten. Dort verbreitete er einen Link in dem er behauptete, dass Corona-Kranke nicht durch einen Virus sondern wegen des 5G-Netzwerks erkranken würden. Seiner Ansicht nach wäre auch in den Beatmungsgeräten in den Krankenhäusern 5G-Technologie verbaut, weshalb die Patienten sterben würden.