Eine besonders tragische und abscheuliche Tat soll sich laut Medienberichten ein 61-jähriger „Deutscher“ geleistet haben, indem er seine junge tunesische Frau ermordete.

So zumindest der Wortlaut in der Schlagzeile des schweizerischen Blick über die mutmaßliche Tat von Kerim D., der in Wangen bei Olten (Kanton Solothurn) wahrscheinlich seine neue Gattin Aliya S. (30) tötete. Erst im Lauftext klärt das Boulevard-Medium darüber auf, dass der Täter – der sich anschließend offenbar selbst richtete – ebenfalls aus Tunesien stammt.

Herrschsüchtiger Umgang mit der Ehefrau

Der Mann war Nachbarn zufolge „ein schwieriger und überhaupt kein herzlicher Mensch“, bei dem es keine Frau lange aushielt. Mit diesen soll er ungemein herrschsüchtig umgesprungen sein: „Er verbot seiner Frau, mit anderen zu reden, er zog sie sogar von den Leuten weg, wenn sie schon nur grüßten. Er war sehr stur, machte wegen allem Theater,“ so eine ältere Frau über den mutmaßlichen Mörder und Selbstmörder.

Kerim D. gab seiner Ehefrau offenbar kein Geld

Während der Tathergang unklar ist, weiß eine arabischsprachige Nachbarin, dass die erst vor einem Jahr aus Tunesien geholte Aliya S. offenbar verzweifelt war. Ihr Mann hielt sie demnach an der kurzen Leine: Sie durfte nicht arbeiten gehen – und ihr Mann gab ihr angeblich ebenfalls kein Geld. Dies, obwohl ihre Familie in der Heimat in bitterer Armut darben muss und sie sogar eine behinderte Schwester hat.

Bei sich selbst war Kerim D. unterdessen weniger knauserig: Eines der Bilder, welches der „Blick“ veröffentlichte, zeigt den als Nachwächter in einer Klinik arbeitenden Mann, wie er stolz vor seinem Audi posiert. Gemeinsam lebten sie in einem Reihenhaus im kleinen Ort in der nordwestlichen Deutschschweiz, der überregional dafür bekannt ist, dass er eines der vier Minarette beinhaltet. Ob dieser Umstand bei der Wahl seines Wohnortes einen Einfluss hatte, ist nicht bekannt.