Das Spitalbataillon 5 wird am Montag für einen besonderen Coronavirus-Dienst einrücken. Armeechef Korpskommandant Thomas Süssli verkündet damit den ersten Einsatz der Schweizer Armee wegen des Coronavirus. Süssli hat das in der Nacht auf Samstag auf Twitter bestätigt.

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

Innerhalb von 48 Stunden einsatzbereit

Rund 600 Angehörige der Armee werden dafür aufgeboten. Laut Webseite der Schweizer Armee, befindet sich das Bataillon gerade im Kadervorkurs. Für Montag wäre ein Wiederholungskurs mit einer Mobilmachung geplant gewesen. Dieser wird nun zum richtigen Einsatz.

Das Spitalbataillon 5 stehe innerhalb von 48 Stunden für den „Einsatz zu Gunsten von Land und Leuten“ bereit, heißt es weiter auf der Armee-Homepage. Der militärische Verband ist eines von 4 Spitalbataillonen der Schweizer Armee – ein Milizverband mit hoher Bereitschaft. Ab Auslösung ist er innerhalb von 48 Stunden für den „Einsatz zu Gunsten von Land und Leuten“ bereit.

Personelle und materielle Unterstützung

Zu den Hauptaufgaben gehören: personelle und materielle Unterstützung von zivilen Spitälern in außerordentlichen Lagen; Der Ausbau von Pflegekapazitäten und die Grundpflege, unterirdisch oder oberirdisch, in einem zivilen Spital, welches dem Koordinierten Sanitätsdienst angehört. Dabei können bis zu 200 Patienten übernommen werden; Betrieb einer improvisierten Einrichtung, sei dies im Bereich der Pflege, einer Isolationsstation, oder eines Impfzentrums; Betreiben eines vollgeschützten Militärspitals für bis zu 200 Patienten im Bereich der Grundpflege.

Hilfe für Kanton Tessin

Das Verteidigungsministerium teilte zudem mit, dass die Schweizer Armee zusätzliche Unterstützungsdienste für den Kanton Tessin leiste. Beispielsweise werden seit Freitagabend die Krankenhäuser San Giovanni in Bellinzona und Civico in Lugano mit personeller und materieller Unterstützung versorgt.