Die deutsche Flüchtlings-NGO „Sea Watch“ fährt wieder auf offener See und hat im Mittelmeer jetzt 65 Migranten an Bord aufgenommen. Jetzt sucht das Boot Sea-Watch 3 einen Hafen. Italien, Malta und die Niederlande hatten die Aufnahme bereits verweigert.

„Die 65 Menschen auf der SeaWatch3 haben weiterhin keinen sicheren Hafen, weil kein EU Staat Verantwortung übernimmt. Die Lange an Bord ist zunehmend angespannt – Wir brauchen jetzt einen Hafen!“, beklagt die NGO in sozialen Netzwerken. Viele Migranten wären von den Strapazen erschöpft und hätten Durst. 30 Seemeilen vor der libyschen Küste seien sie mit ihrem Boot in Seenot geraten.

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Salvini bleibt konsequent

Matteo Salvini, Italiens Innenminister, stellt weiterhin klar, dass sämtliche Häfen seines Landes für das Flüchtlingsschiff geschlossen bleiben. Die Sea-Watch 3 sei davor gewarnt worden, in italienische Hoheitsgewässer einzudringen.

Vergangenen Samstag war das Boot der Berliner Flüchtlingsorganisation nach drei Monaten Stillstand aus einem Hafen von Marseille ausgelaufen. Davor hatte es 47 Migranten nach Europa gebracht. Ein Gericht in den Niederlanden hatte der Sea-Watch unlängst wieder erlaubt in See zu stechen.