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„Solche Leute gehören in die Gaskammer“ – mit dieser und anderen Aussagen hat eine 31 Jahre alte Kärntnerin Anfang 2017 auf Facebook schockiert! Nun wurde sie wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung zu 18 Monaten Haft, davon sechs Monate unbedingt, verurteilt.

Die Kärntnerin gab vor Gericht zu, den Beitrag veröffentlicht zu haben, sie habe sich jedoch zu diesem Zeitpunkt in einem heftigen Streit mit einer anderen Frau und in einer „Ausnahmesituation“ befunden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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Beschuldigte: Keine Gruppe pauschal gemeint

Unter anderem war inhaltlich in dem Facebook-Posting zu lesen: „Solche Leute gehören in die Gaskammer.“ Oder weiters: „Sollen wir uns verneigen vor dem dreckigen Blut – als Adi noch Reichskanzler war, gab es sowas nicht, die kamen sofort ins KZ, was heute auch wieder gehört.“

In ihrer Einvernahme vor Gericht erklärte die 31-Jährige am Montag, dass sie damit keinesfalls eine Gruppe pauschal gemeint habe. „Nur solche Leute, die Frauen vergewaltigen“, stellte sie klar. Kurz vor dem Schreiben des Postings habe sie nämlich eine Onlinemeldung rund um eine Vergewaltigung gelesen. „Das, was Sie da geschrieben haben – das ist schon ein sehr konkreter Wunsch. Wie kommen Sie dazu, so etwas zu schreiben?“, fragte die beisitzende Richterin Ute Lambauer. „Das war kein Wunsch, das war nur ein blöder Ausdruck“, erklärte die Angeklagte dazu.

Urteil zu hart ausgefallen?

Die 31-Jährige wurde schlussendlich zu 18 Monaten Haft verurteilt, sechs davon muss die Kärntnerin unbedingt hinter Gittern verbringen. Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig. Für die Kärntnerin gilt die Unschuldsvermutung.

Falter-Klenk protestiert

Bemerkenswert ist, dass selbst Florian Klenk, Chefredakteur der linken Wiener Wochenzeitung „Falter“, sich kritisch über die Härte des Urteils äußerte. Klenk schließt sich damit dem Gros der Netz-Nutzer an, die vom Ausmaß der ausgesprochenen Strafe schockiert sind.