„Impfen, impfen, impfen“ – diese „Weisheit“ wird uns derzeit als einziger Weg aus der Krise eingetrichtert. Obwohl die Wirksamkeit der Vakzine, insbesondere gegen sogenannte „Fluchtmutanten“ noch nicht abschließend feststeht, manche Mediziner von bis zu 60% Geimpften unter den Neuinfektionen sprechen, wird die Mär der Herdenimmunität weiter erzählt, obwohl auch dort zahlreiche Experten mittlerweile Zweifel hegen. An alternative Mittel wird gar nicht mehr gedacht, dabei scheinen einige davon hochwirksam zu sein und im Gegensatz zu den Impfstoffen nicht so anfällig auf Nebenwirkungen zu sein. 

In einer klinischen Studie an 400 Mitarbeitern in Krankenhäusern in Argentinien bahnt sich derzeit eine Sensation ein. Denn Nasensprays, die auf dem natürlichen Wirkstoff Carragelose, der natürlich in Rotalgen vorkommt, basieren, könnten eine vorbeugende Wirkung gegen Coronaviren haben. Dabei bildet dieser Stoff einen Schutzfilm auf den Zellen der Schleimhaut. Die Viren können sich dann offenbar nicht mehr an den Zellen anheften, vermehren und in den Atemwegen ausbreiten.

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80-prozentige relative Risikoreduktion

Und die Wirksamkeit dürfte erstaunlich hoch sein, wie anerkannte Experten attestierten. So etwa Prof. Dr. Ulrich Schubert, der am Virologischen Institut des Universitätsklinikums Erlangen forscht; „Ein Carragelose-haltiges Nasenspray bewirkt eine 80-prozentige relative Risikoreduktion für eine Infektion mir SARS-CoV-2“. Im Test in Argentinien wandte das Personal den Nasenspray viermal täglich an. Und obwohl sie täglichen Kontakt mit Corona-Patienten hatten, war es effektiv.

Dr. Schubert erklärt dies wie folgt: „Carragelose ist ein Polymer, das das Virus durch eine elektrostatische Wechselwirkung umhüllt und es dabei neutralisiert.“ Besonders positiv daran sei die entsprechende Flexibilität: „Deshalb sollte es für die Wirksamkeit auch keinen Unterschied machen, welche Virusvariante vorliegt. Gerade angesichts der Mutationen, die sich aktuell immer rasanter ausbreiten, halten wir die Carragelose für eine echte Option in der Bekämpfung der Pandemie“, zitiert ihn ein Apotheker-Fachportal.

Nasensprays und Mundspülungen als Wundermittel?

So wirklich neu sind derartige Empfehlungen übrigens nicht: Auch die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene befürwortete bereits im Dezember – also noch vor dem Impfstart „viruzides Gurgeln und viruzide Nasensprays“. Generell dürften die antiseptischen Eigenschaften von Jod-Verbindungen sehr wirksam sein: Bereits im Dezember mehrten sich in den USA entsprechende Indizien bei einem jodhaltigen Nasenspray.

Wie Wochenblick in der Vorwoche berichtete, ist es auch beim Gurgeln unter anderem ein synthetisches Jod, das die Viren abtöten soll. Es gibt eine Studie der Ruhr-Universität Bochum, die unter Labor-Bedingungen nachweisen konnte, dass diverse Fabrikate medizinischer Mundspülungen mit gleich mehreren Wirkstoffen die Viruslast stark reduzieren konnten. Neben eben Povidon-Iod wiesen sie dies im Übrigen auch für Chlorhexidin und Octenidin nach.

Von Kräutersirup bis Hydroxychloroquin

Aufhorchen ließen zudem mehrere Ärzte, die voll und ganz auf Hydroxychloroquin schwören. Auch mehrere afrikanische Länder und Indien setzten im Vorjahr bei der Bekämpfung auf das Medikament, das eine synthetische Alternative zum Chinin des Chinarindenbaums darstellt und aus der Malaria-Behandlung bereits bekannt ist. Über seine Wirksamkeit gegen Corona scheiden sich in der Fachwelt allerdings weiterhin die Geister.

Einen ganz anderen Weg schlug Madagaskar ein: Der Inselstaat vor der Küste Ostafrikas ließ bereits im Frühjahr 2020 mit einem Kräutersirup aufhorchen, der gegen Corona helfen soll. Als die WHO daraufhin aufgrund fehlender klinischer Tests davor warnte, rückte Staatspräsident Andry Rajoelina höchstpersönlich aus, um das in seinem Land erfolgreich eingesetzte Präparat zu verteidigen.

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