Die Todesfälle und die Auslastung der Klinikbetten stehen bei der Rechtfertigung der Corona-Maßnahmen an erster Stelle. Konkrete Zahlen werden dazu allerdings selten genannt und noch seltener in Relation gesetzt.

Von Frederik Friesenegger

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Wie hoch ist die Belegungszahl der Klinikbetten mit Covid-19-Patienten und wie verläuft ihre Entwicklung? Wieviele Menschen sind 2020/21 durch und mit Covid-19 verstorben und wieviele durch andere Krankheiten? Der Wochenblick ist auf Anregung und Recherche einer Leserin hin zurück zu den Wurzeln gegangen und hat die offiziellen Daten in Bezug gesetzt — mit überraschenden Ergebnissen.

Schwere Krankheiten überwiegen bei Toten

Laut Statistik Austria beträgt die Anzahl der im Jahr 2020 verstorbenen Menschen in absoluten Zahlen 90.517 Personen. Die Verstorbenen werden dabei je nach der Todesursache in sechs Kategorien eingeteilt: Krebserkrankungen, Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems, Krankheiten der Atmungsorgane, Krankheiten der Verdauungsorgane, Verletzungen und Vergiftungen und „Sonstige Krankheiten“.

An und mit Covid-19-Verstorbene werden dabei als separate Kategorie angegeben. Teilt man die Gesamtanzahl der Verstorbenen durch die 366 Tage eines Jahres, kommt man auf im Schnitt 247 verstorbene Menschen am Tag. Teilt man den Wert der als Covid-19-Tote eingeordneten Verstorbenen durch die Anzahl der Tage seit Registrierung des ersten „Corona-Toten“, erhält man als Ergebnis 22 „Corona-Tote“ täglich.

Im Vergleich hierzu: Der Durchschnitt der an Krebs Verstorbenen liegt bei 57 Personen am Tag und die häufigste Todesursache sind mit 89 Personen am Tag Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems. Wo ist in diesem Zusammenhang Covid-19 eine Pandemie globalen Ausmaßes? Wäre es dann nicht sinnvoller, die „Pandemien“ Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Vorrang zu behandeln?

Zahlen in Relation gesetzt

Ähnlich verhält es sich mit den Bettenkapazitäten: Hier unterscheidet die Statistik der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH in „Normalbetten“ und „Intensivbetten“, wobei innerhalb dieser Gruppen nochmals in mit Covid-Patienten belegten Betten und Betten unterschieden wird, die für Covid-Patienten zusätzlich zur Verfügung stehen.

Die Gesamtzahl der Betten liegt im April 2020 bei über 20.000, fällt dann im Juni, also bereits „mitten in der Pandemie“ um etwa die Hälfte und bleibt dann mit kleineren Schwankungen auf diesem Level. Im März 2021 ist diese bereits halbierte Gesamtbettenzahl österreichweit zu nur 33,5 Prozent ausgelastet. Die Anzahl der „Intensivbetten“ für Covid-19-Patienten hingegen macht eine vergleichsweise wilde Entwicklung durch, mit steilen Spitzen und jeweils darauf folgendem Abbau von Betten in April und Oktober 2020 sowie April 2021.

Den hohen Auslastungszahlen, die offiziell behauptet wurden, liegt dieser plötzliche Auf- und Abbau der Betten zugrunde — da die Betten teilweise bis über die Hälfte reduziert wurden, schnellte entsprechend die anteilige Auslastung nach oben.

Unterschiede zur offiziellen Darstellung

Wer einen Blick auf diese Zahlen wirft, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die Krankenhäuser, die ohnehin mit Sparmaßnahmen zu kämpfen haben, mit dem permanenten Wechsel der Bettenanzahl zusätzlich belastet werden — zumal gerade die extra bereitgestellten Intensivbetten offenbar nicht gebraucht wurden und im Endeffekt nur für die erhöhten Auslastungszahlen von wirklichem Nutzen waren.

Wo ist die globale Pandemie und ihre zahllosen Opfer, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt und alle erdenklichen Maßnahmen rechtfertigt? Wo ist die völlige Überlastung der Krankenhäuser durch Covid-19-Patienten? In den Daten jedenfalls ist beides nicht zu finden.

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