Die Wiener Fremdenpolizei kam im Zuge einer Schwerpunktkontrolle einem Serben auf die Schliche, der sich gleich neun falsche Identitäten angeeignet hat. Mithilfe seiner falschen Pässe betrog er im großen Stil. Er richtete einen Schaden in Höhe von 500.000 Euro an.

Im Zuge einer Schwerpunktkontrolle nahm die Fremdenpolizei am 8. Juli einen 55-jährigen angeblichen Serben fest. Er wies sich zuerst mit gefälschten, bulgarischen Dokumenten aus. Mindestens seit 2014 soll er seine falschen Identitäten genutzt haben, um im großen Stil zu betrügen.

Drei Falschidentitäten zur Fahndung ausgeschrieben

Im Zuge der Festnahme zeigten sich weitere Hinweise zu falschen Identitäten des Mannes. Er nützte die Identitäten zum gewerbsmäßigen Betrug und meldete damit Scheinfirmen an. Nach drei seiner Falschidentitäten wurde bereits aufgrund strafrechtlicher Ermittlungen gefahndet.

Schein-Gewerbe bezahlten keine SV-Beiträge

Der Serbe hatte seit 2014 mit seinen verschiedenen Falschidentitäten Scheinfirmen im Baugewerbe eröffnet. Bei diesen Firmen beschäftigte er sogar Arbeiter. Die Sozialversicherungsbeiträge bezahlte der 55-Jährige jedoch nicht. 

Dann kam der Konkurs

Die Firmen wurden nach bestimmter Zeit immer wieder zum Konkurs angemeldet. Der mutmaßliche Betrüger befindet sich in Untersuchungshaft. Ihm wird der gewerbsmäßige Betrug, das betrügerische Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen, betrügerische Krida, Geldwäscherei und die Fälschung von besonders geschützten Urkunden vorgeworfen.

Nach bisherigem Ermittlungsstand entstand eine Schadenssumme in der Höhe von 500.000€.