Um die Bevölkerung zu schützen, entsendet der serbische Präsident Aleksandar Vučić Armee-Einheiten an die Grenze zu Kroatien

Im Jahr 2015 hat Bundeskanzler Sebastian Kurz verlautbaren lassen, er habe die Balkanroute geschlossen. Aber viele Staaten haben aber nach wie vor Probleme mit illegalen Einwanderern, die versuchen Richtung EU die Grenzen zu überwinden.

Die Medien schauen nur auf Griechenland

Während das Hauptaugenmerk der meisten Medien auf Griechenland liegt, werden andere Staaten, die an der Balkanroute liegen schlicht vergessen. So sah sich nun der serbische Präsident Aleksandar Vučić gezwungen, den Einsatz von Militär zu befehlen, um in der westlichen Grenzstadt Sid für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Grund dafür sind drei Camps mit 1.500 illegalen Migranten – hauptsächlich aus Afghanistan, Pakistan und Syrien – die in der Nähe der Stadt liegen.

Zum Schutz der Bevölkerung

Die Militärpräsenz begründet Vučić damit, dass es – seit die Corona-Ausgangsbeschränkungen in Serbien gelockert wurden – zu einem vermehrten Zustrom von illegalen Migranten aus anderen Landesteilen nach Sid gekommen sei. Zudem fühle sich die Bevölkerung nicht mehr sicher, da es vermehrt Belästigungen, Raubüberfälle und Einbrüche durch die Migranten gegeben habe, wie der Präsident dem Fernsehsender „TV Pra“ gegenüber erklärte.

Schutz der Grenze nach Kroatien

Ein weiterer Grund für die Entsendung von Truppen dürfte aber auch der Schutz der Grenze sein. Denn die meisten in Sid gestrandeten Migranten könnten versuchen, illegal die Grenze ins nahegelegene EU-Land Kroatien zu überwinden. Auch hier trägt Serbien, obwohl nicht EU-Mitglied, tatkräftig zum Schutz der EU-Außengrenzen bei.