Die Europäische Union beweist in der Nichtbewältigung der Migrationskrise einmal mehr, wie handlungsunfähig sie doch ist.

Ein Kommentar von Chefredakteur Christian Seibert

Anstatt den hellenischen Bauern und dem griechischen Staat zu helfen, die EU-Außengrenze vor dem Ansturm von Migranten zu unterstützen, übt man sich von Seiten der Brüssler Bürokraten wieder einmal im Nichtstun. EU-Migrationskommissar Margaritis Schinas, übrigens auch Grieche, bringt keine Vorschläge zur Bekämpfung der Krise in seinem Heimatland und fordert stattdessen ein schnelles „Ministertreffen“ zum Thema Migration.

Warten auf „Muttis“ Stimme aus Berlin

Wer jetzt denken mag: „Wenn ich nicht mehr weiter weiß, bilde ich einen Arbeitskreis“, der liegt vollkommen richtig! Die EU ist sich ihrer eigenen Handlungsunfähigkeit bewusst und bemüht sich erst gar nicht mehr, selbst ein Spieler bei der Krisenbekämpfung zu sein. Vielmehr wartet man eher darauf, bis endlich „Muttis“ Stimme aus Berlin bis nach Brüssel hallt und verkündet: „Ihr Migranten kommet!“ Noch eine Migrationskrise in Europa auszulösen, könnte eine der letzten „Großtaten“ von Angela Merkel sein, deren Amtszeit voraussichtlich im nächsten Jahr endet.

Neue Migrationskrise, derselbe Schmäh

Angesichts der europäischen Führungslosigkeit sitzt die Deutsche jedoch noch immer fest im Sattel. Bis dato hat sich „Mutti“ jedoch kaum zu den Ereignissen auf der griechischen Insel Lesbos und andernorts geäußert. In einem am 29. Februar veröffentlichten Video schwadroniert sie jedoch von „fünf Phasen der Integration“. Eine Aussage aus dem Video ließ mir den Atem stocken. „Die Integration beginnt im Herkunftsland.“

Die als „Flüchtlinge“ verkauften Migranten von morgen sollen also etwa in der Terroristen-Hochburg Idlib damit beginnen, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Solche Wahnsinnigkeiten zeigen eindeutig, dass Merkel auch diesmal einen „Marschbefehl“ für die Migranten geben wird. Dies ist möglich aufgrund der Handlungsunfähigkeit der Europäischen Union.

Gerade diese Krise wäre ein guter Anfang gewesen, um der Merkelhörigkeit in der EU endlich ein Ende zu setzen …