Sex-Attacke auch beim Linzer Krone-Fest: Täter bedrohten Ehepaar
Foto Laila Mirzo: Robert Maybach / Symbolfoto Krone-Fest 2008: Flickr, Ralph Aichinger, CC BY 2.0 / Bildkomposition Wochenblick

Zum Linzer Krone-Fest am Wochenende war die Sicherheitslage bereits sehr angespannt. Viele Polizisten patrouillierten mit griffbereiten Sturmgewehren, vorab war die Nervosität größer als im vorherigen Jahr.

Am Sonntag konnten die Polizisten aufatmen: Ein Anschlag unterblieb. Jedoch kam es am Samstag gegen 20:30 Uhr am Linzer Hauptplatz bei der Dreifaltigkeitssäule zu einer Grapsch-Attacke. Das Opfer war die „Wochenblick“-Autorin Laila Mirzo!

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Komplize bedrohte Mirzo

„Mein Mann hielt mich von links im Arm, als ich einen heftigen Griff am Hintern bemerkte“, berichtete Mirzo, die sowohl deutsche als auch syrische Wurzeln hat. Als sie sich schnell umsah, habe sie zwei junge Männer bemerkt. Bei einem habe es sich um einen circa 180 Zentimeter großen, afghanisch aussehenden Mann mit roten Leiberl und schwarzen Jeans gehandelt. Mirzo fasste ihn an der Schulter, stellte ihn zur Rede: Dann drehte sich sein Begleiter zu mir um und drohte mir gleich mit erhobenem Finger, ich solle ‚aufpassen’!“ Dabei habe es sich um einen Iraker gehandelt, der circa 165 Zentimeter groß gewesen sein soll und ein weißes Leiberl sowie Jeans trug. Mehrmals habe dieser seine Drohung „Aufpassen“ wiederholt…

Heftig: Als sich Mirzos Mann schützend vor seine Frau stellte, wurde er von dem dreisten Duo bedroht und geschupst. „Ich wollte nicht, dass die Situation eskaliert, man weiß ja nie, ob sie ein Messer dabeihaben und bin dazwischen gegangen. Ich bin sehr entschlossen und autoritär vor ihm gestanden und habe ihn aufgefordert, mit mir zu reden. Dann sind sie abgezogen“, erinnerte sich Mirzo.

„Wir sind kein Freiwild!“

Besonders die nachträgliche Dreistigkeit der Grapscher habe sie erschreckt: „Was mich schockiert hat ist, dass die beiden überhaupt kein Unrechtsbewusstsein hatten und mir sofort gedroht haben. Als ob ich selber daran Schuld wäre. Weil ich draußen war, weil mein Kleid dekolletiert war.“ Betroffenen rät sie: „Ich empfehle es jeder Frau und jedem Mädchen, laut zu werden, wenn ihr so etwas passiert. Die Täter sollen wissen, dass wir kein Freiwild sind!“

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