Globalisten, welche die sogenannte Pandemie als Vorwand nehmen, um für noch mehr Globalismus, Krisen-Gehabe und eigene Macht im Zuge einer neuen Weltordnung einzutreten, während die Bürger mit immer mehr Überwachung und Erosion ihrer Freiheiten geknebelt werden – das ist angeblich nur eine abstruse Verschwörungstheorie. Nun gaben die Eliten ihre dahingehenden Pläne ganz unverblümt zu. 

Es ist eigentlich nicht unbedingt das Merkmal von ‚Qualitätsjournalismus‘ wenn gleich eine ganze Reihe mächtiger Menschen einen unkommentierten, ellenlangen Gastbeitrag in einer reichweitenstarken Zeitung publizieren. Genau dies ist nun aber geschehen: Mehrere europäische Blätter, darunter die FAZ brachten den Aufruf der EU-Politgranden für „mehr Multilateralismus“ ohne jede Einordnung. Und der Artikel lässt tief blicken.

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Weltweites Impf- und Testregime angestrebt

Bereits der Anriss macht klar, in welche Richtung es gehen soll: „Die weltweite sehr schwere Krise der Pandemie ist auch eine Gelegenheit, durch Zusammenarbeit, Solidarität und Koordination wieder einen Konsens über eine internationale Ordnung zu erzielen.“ Sie wollen daher nun durch „effiziente Zusammenarbeit, Solidarität und Koordination wieder einen Konsens über eine internationale Ordnung erzielen“.

Als Garant dieser neuen Ordnung sollen globale Akteure einstehen. Neben der UNO sollen dies auch Organisationen und „internationale Foren wie die G7 und der G20 und Ad-hoc-Koalition“ sein. Im konkreten Bezug zu Corona erhofft man sich eine „starke und koordinierte internationale Antwort mit einem beschleunigten und breiteren Zugang zu Tests, Behandlungen und Impfstoffen.“

Etwas verklausuliert verweist man auf das Vorantreiben des der „ACT-Accelerator“-Kampagne, bei der es um die Entwicklung, Produktion und globale Verteilung von Tests und Impfstoffen geht. Die Geldmittel möchte man an Organisationen verteilen, die sich dafür weltweit einsetzen.

Einschlägige Akteure um Gates haben Finger im Spiel

Worum es sich dabei im Detail handelt, klärt man den Leser natürlich nicht auf – und auch nicht wer dabei an Bord ist. Bei einer ersten Geberkonferenz im Mai 2020 verpflichteten sich über 40 Länder, UN-Gremien und „gemeinnützige Stiftungen“, insgesamt 7,4 Milliarden Euro bereitzustellen. Am 27. Juni traf man sich dann weitgehend von der Öffentlichkeit unbeachtet zu einem virtuellen Gipfel mit dem Namen „Global Goal: Unite for Our Future“ („Globales Ziel: Vereinigt für Unsere Zukunft“).

Dabei warb man um weitere Mittel von Regierungen, Unternehmen und globalistischen Großspendern und verteilte die Zuständigkeiten. Für Impfstoffe sind die Koalition für Innovationen zur Vorsorge gegen Epidemien (CEPI) und die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierungen (GAVI) federführend, für Behandlungen der „COVID-19 Therapeutics Accelerator“. An allen dreien ist die Bill & Melinda Gates Foundation maßgeblich beteiligt – neben anderen weltweit aktiven, mächtigen Stiftungen.

Corona als Testlauf für das nächste Krisenszenario

Zurück zur Forderung für die sich neben Merkel und Macron etwa auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres, EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stark machen. Man will den „freien Fluss von Daten zwischen Partnern und die freiwillige Lizenzierung geistigen Eigentums“ fördern. Weiters brauche es eine „unabhängige und umfassende Evaluierung“ der Krisenreaktion, damit man aus der Pandemie „die notwendigen Lehren“ ziehen und sich besser auf die nächste vorbereiten könne.

Welche dies sein soll, benennt man bereits: „Auch unsere Umwelt befindet sich in einer Notlage. Vor der UN-Klimakonferenz in Glasgow (COP 26) müssen wir unsere Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels verstärken und unsere Volkswirtschaften nachhaltiger gestalten.“ Dass man hier ähnlich vorgehen will wie in der Corona-Krise war auch Thema bei der Videokonferenz des Weltwirtschaftsforums in der Vorwoche. Dessen Gründer Klaus Schwab gilt als treibende Kraft hinter der Idee des sogenannten „Great Reset“, die er sogar in einem Buch offen skizzierte.

„Menschen von Vorteilen der Globalisierung überzeugen“

Allheilmittel dafür soll mehr Globalismus sein, wie die Polit-Autoren unverhohlen zugeben: „Globalisierung und internationale Zusammenarbeit haben zweifellos Milliarden von Menschen geholfen, der Armutsfalle zu entkommen […] Frauen sind immer noch nicht gleichberechtigt, und viele Menschen müssen von den Vorteilen der Globalisierung überzeugt werden.“

„Kernpriorität“ bleibe dabei die „Gewährleistung eines regelbasierten freien Handels“. Dieser sei der „wichtige Motor eines integrativen und nachhaltigen Wachstums“. Es gelte, „die Welthandelsorganisation zu stärken und für unseren wirtschaftlichen Aufschwung voll zu nutzen“. Dies soll alles unter dem Deckmantel des Schutzes von Umwelt, Gesundheit und sozialer Standards geschehen. 

Afrika als Spielfeld für dubiose „Investments“

Weiters müsse man „sicherstellen, dass der globale Aufschwung jeden erreicht.“ Was sich auf dem Papier gut anhört, heißt de facto: Überall, wo die Globalisierung noch nicht greift, soll nachgebessert werden, insbesondere in Afrika und in Entwicklungsländern. Den Maßstab dafür soll der „G20 Compact with Africa“ sein. Was als Aufbauhilfe getarnt ist, soll tatsächlich am schwarzen Kontinent laut Eigendefinition „Investment-Gelegenheiten für private Investoren“ schaffen. 

Der Bevölkerung verkauft man dies mit einem „Hilfe vor Ort“-Argument – sowie der einer Unterstützung der Schuldenlast von Entwicklungs- und Schwellenländern. Man wolle ihnen eine „nachhaltige Finanzierung für ihre Volkswirtschaften“ sicherstellen. Dabei wirkt auch der sogenannte „Pariser Club“ mit. In diesem vergeben zahlreiche westliche Ländern in Übereinstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) Kredite an Staaten und wirkt bei der Festlegung der Zinsen mit. Die dritte Welt soll also de facto weiter am Tropf des Westens hängen – wohl auch mit allen Verwerfungen.

Pläne für Überwachung im Internet unter einem Vorwand

Vor Kritik an der globalistischen Agenda will man sich natürlich auch bestmöglich immunisieren. Daher möchte man das „Internet wirksam regulieren“. Man verweist darauf, dass die „beträchtliche Macht neuer Technologien […] missbraucht werden“ könne, um Rechte und Freiheiten einzuschränken oder um „Hass zu verbreiten“. Mit einschlägigen Akteuren will man eine vermeintlich „sichere, freie und offene digitale Umgebung“ schaffen. Auch diese Überwachungsstrategie zeichnet Schwab in seinem Buch übrigens vor.

Man möchte daher sicherstellen, dass die Datenströme in einem nach Maßgabe der Eliten „vertrauenswürdigen Umfeld fließen“. Durch die Bewältigung der „steuerlichen Herausforderungen einer digitalisierten Wirtschaft sowie der Kampf gegen schädlichen Steuerwettbewerb“ soll man den „am meisten benachteiligten Menschen“ helfen. Auf dem Papier ist das neuerlich ein Kampf gegen Steueroasen und Steuerflucht – in der Realität könnte man die weltweite Hoheit über Abgabenniveaus anstreben. 

„Klare Zukunftsvision“ hilft nur globalistischen Eliten

Bis zuletzt trieft das Papier von Ideen, die sich löblich anhören, aber einen Haken haben. So erkennt man richtigerweise den negativen Effekt der Coronakrise auf Schüler und Studenten an – verschweigt aber den Einfluss der strengen Maßnahmen darauf. Um die nächste Generation an ein „Verständnis für die grundlegenden Fertigkeiten und die Wissenschaft“ heranzuführen, will man ihnen lehren, dass sie „Vielfalt akzeptiert“. 

Die Welt werde nach Corona jedenfalls „eine andere sein“. Die Akteure rufen daher auf, „verschiedene Foren und Möglichkeiten“ zu nutzen, um die Herausforderungen mit einer „klaren Zukunftsvision zu bewältigen“. Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Religion und anderen Bereichen mögen sich an diesem „globalen Gedankenaustausch“ beteiligen. Dass diese „Zukunftsvision“ die Allmacht zementieren soll, während sie die Welt in ihrem Sinn umbauen, liegt auf der Hand.

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