London – Eine Studie aus Großbritannien nährt Verschwörungstheorien, nach der weitere Lockdowns folgen werden. Im Auftrag der WHO erstellte das Imperial College London eine Studie, die bereits am 16. März 2020 veröffentlicht wurde. Erstaunlich dabei ist, dass in dem Dokument schon die Zeiten der angeblichen Corona-Virus-Wellen berücksichtigt wurden, bis einschließlich November 2021. Geht man von dieser Studie aus, könnten noch viele weitere Lockdowns folgen.

Von Alina Adair

Eine P(l)andemie ohne Ende?

Die folgende Grafik stellt die vom Institut berechneten Wellen grafisch unter der Berücksichtigung dar, dass zwar Abstand eingehalten wird, aber Schulen sowie Universitäten durchgehend geöffnet bleiben. Die orangefarbene Richtlinie soll anzeigen, wie die Auslastung von Betten auf Intensivstationen in den Krankenhäusern in Wellenbewegungen von Viren sein könnten.

Schon im Oktober war die Londoner Forschungseinrichtung im Gespräch, da eine weitere Studie Zweifel an der Immunität nach einer Corona-Infektion aufkommen ließen. Die Studie zeigte, dass laut Erfahrungen mit anderen Coronaviren, die Immunität nicht lange anhält.

Vier der sieben Corona-Viren gelten als Schnupfenviren und lösen die bekannte Erkältung aus. Drei Corona-Viren verursachen jedoch viel schwerere Atemwegsinfektionen:

SARs-Cov begann 2002 in China und wurde 2003 als Ursache für SARS identifiziert, eine schwere Atemwegserkrankung
MERS-CoV wurde 2012 als Ursache für MERS identifiziert, ebenfalls eine schwere Atemwegserkrankung
SARS-CoV-2 gilt seit Ende 2019 als Ursache der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19), mit dem Ausgangsort Wuhan in China

Das Imperial College London veröffentlichte zudem jetzt eine Karte, die zeigt, wie sich die Lungenerkrankung COVID-19 in Österreich ausgebreitet haben soll:

https://www.covid19model.at

Basierend auf dieser Grafik und der schon Mitte März veröffentlichten Studie, ist es sehr gut möglich, dass viele weitere Lockdowns mit Berufsverboten bis hin zu Ausgangssperren folgen werden. Die Daten stellen den größtmöglichen Ernstfall dar und Studien mit geringen Auswirkungen des Virus, welche die Regierung von Lockdowns abbrächte, liegen offenbar nicht vor.

Lagen schon einmal gänzlich daneben

Das Problem ist, dass die Regierungen der meisten Länder weltweit den Studien vom Imperial College vollstes Vertrauen schenkt. Dabei wird gerne übersehen, dass das Institut erst im Juli mit einer Studie über den Verlauf der Corona-Virus-Infektion in Italien gänzlich daneben lag. In dem am 4. Mai veröffentlichten Dokument wurde vor einem weiteren Armageddon-Szenario mit dem Corona-Virus in Italien eindrücklich gewarnt, das daraufhin ausblieb.

Die von den Regierungen angekündigten Wellenbewegungen des Virus basieren mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Studien des Imperial College, die auf reinen theoretischen Hypothesen beruhen. Sie können, müssen aber nicht zutreffen.

Endlich Experten zuhören

Es bleibt zu hoffen, dass die Regierungen weltweit aufhören, unnütze Studien zu Rate zu ziehen und stattdessen anfangen, auch kritischen Experten wie Prof. Dr. Sucharit Bhakdi Gehör zu schenken und diese zu Wort kommen zu lassen. Ehe die Wirtschaft mit weiteren Lockdowns schwer nachhaltig geschädigt wird, sollten alle Meinungen berücksichtigt werden.