Unfassbare Szenen an der Uni Wien: Linke Studenten dringen in die Vorlesung des Historikers Lothar Höbelt ein und stören massiv. Die ÖH Wien dürfte sich daran gestört haben, dass Höbelt bei einer Tagung des Freiheitlicher Akademikerverband (FAV) Steiermark und des Institut für Staatspolitik (IfS) im November in der Steiermark spricht.

Rund 40 linke Studenten stürmten den Saal und versuchten die Vorlesung zu stören. Da sich die meisten Zuhörer mit den Störern aber nicht so wirklich solidarisieren wollten, zogen diese nach wenigen Minuten wieder ab.

„Linker Gesinnungsterror“

In einer eher dilettantischen Rede spracht einer der Störenfriede davon, Höbelt weiter zu beobachten, seine Vorlesungen zu dokumentieren und ihm kein ruhiges Leben an der Universität zu ermöglichen.

„Diese Forderung erklärt in wenigen Worten die Grundeinstellung der linken Zivilgesellschaft. Unliebsame nicht-linke Protagonisten müssen durch ein Spitzelwesen, das an Metternich und die Stasi erinnert, beobachtet und ihr Wirken verunmöglicht werden. Diesen totalitären Zügen ist Einhalt zu gebieten.“ meint der Vorsitzende des FAV Heinrich Sickl.

„Klare Kante gegen Links“

Der FAV Steiermark hat, wie in der online Ausgabe des Magazins „Freilich“ zu lesen ist, auf die Forderung der Linksextremisten, Prof. Höbelt zu entlassen am 30. Oktober 2019 schon entsprechend reagiert. Dieser forderte den Rücktritt des Vorsitzteams, denn gegen Linksextremismus sei klare Kante zu zeigen.

ÖH fordert Höbelts Entlassung

Die ÖH Wien feierte die „antifaschistischen Studierenden“, rechtfertigte die Aktion auf Facebook und forderte erneut die Entlassung des Historikers.

„Gestern fand an der Uni Wien in der Vorlesung des Prof. Lothar Höbelt eine Protestaktion statt. Antifaschistische Studierende machten auf die rechtsextremen Umtriebe des Professors aufmerksam und wiesen auf seine Teilnahme an der rechtsextremen „Herbstakademie“ hin.

Die Umtriebe des Haus- und Hofhistorikers der österreichischen extremen Rechten sind weitgehend bekannt und öffentlich dokumentiert, dennoch schweigt die Uni Wien zu den Aktivitäten des Professors.

Anstatt die Kritik der Studierenden anzunehmen reagierte das Rektorat mit einem massiven Polizeiaufgebot. Ein Polizist in Zivil befand sich im Hörsaal während 50 Polizist_innen über die ganze Uni verteilt sind.

Wir verurteilen die Einschüchterungen der Polizei auf Bestellung des Rektorats aufs Schärfste und erneuern die Forderung nach Entlassung des rechtsextremen Professors Lothar Höbelt. #oehuniwien“