Für Aufregung sorgt ein mutmaßlicher Vertuschungs-Skandal in der deutschen Hauptstadt Berlin. Denn der Name des ersten Neu-Berliners des Jahres war offenbar zu brisant, um ihn in die Öffentlichkeit zu spielen.

Wie alle Jahre wundern sich zu Neujahr viele Menschen, wer wohl das erste Kind des frisch angebrochenen Jahres in ihrer Stadt ist. Mehrere Medien, wie auch der öffentlich-rechtliche RBB berichteten daher von einem angeblich namenlosen Buben, der um 0:02 Uhr im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe zur Welt kam. Wie sich nun herausstellt, hatte der Junge in Wirklichkeit aber längst einen Namen…

Wegen Rechten: Ärzte wollten Namen vertuschen

Denn der Namenswunsch der vierzehnfachen Mutter, ihr Kind auf den Namen „Jihad“ zu taufen, löste bei den Ärzten offenbar Sorgen aus, es könnte – wie einst in Wien – zu Anfeindungen von rechtsgerichteten Bürgern kommen. Ein geleaktes internes Communiqué, das auch dem Wochenblick vorliegt, bestätigt, dass sich eine rege Debatte beim medizinischen Personal über die Verkündung des Neujahrsbabys entzündete.

Dabei hatte ein Oberarzt sogar vorgeschlagen, den offiziellen Geburtszeitpunkt auf wenige Minuten vor Mitternacht vorzuverlegen, um dem medialen Rummel zu entkommen. Am Ende einigte man sich auf die Version, die Lorbeeren für die erste Geburt des Jahres einzuheimsen, den brisanten Namen aber nicht preiszugeben. Nun, als die Wahrheit knapp drei Monate später doch ans Tageslicht kommt, ist der Skandal angerichtet.

„Jihad“ soll seinen eigenen Straßenzug kriegen

Denn im Roten Rathaus sowie im Abgeordnetenhaus rauchen längst die Köpfe, wie man dieses Unheil wieder berichtigen könne. Der bereits vor Wochen gefasste Vorschlag, die Großfamilie für den – wie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) betont – „erlittenen strukturellen Rassismus“ mit einem Preis für Zivilcourage auszustatten, muss aufgrund der Corona-Bestimmungen nun auf die lange Bank geschoben werden. Es musste also eine zwischenzeitliche Lösung her…

Am Ende konnte die rot-rot-grüne Regierungsmehrheit in Berlin sich mit einem kuriosen Vorschlag gegen die Stimmen von CDU, AfD und FDP durchsetzen. Dieser sieht vor, die Prachtstraße Unter den Linden auf einem kurzen Teilstück in „Jihad-Allee“ umzubenennen. Die Inspiration dafür soll von einem Gedicht von Heinrich Heine kommen, welches schon im Jahr 1822 „den kosmopolitischen Flair dieses Straßenzuges einzufangen vermochte“, so die Grünen-Abgeordnete June Tomiak (23) im Plenum.

Forscher geben grünes Licht für Umbenennung

Bis es soweit kommen kann, müssen allerdings noch einige Hürden überwunden werden. So gibt es in Berlin nämlich den politischen Willen, solange keine Straßenzüge nach einem Mann mehr zu benennen, bis gleich viele Frauen eine derartige Ehrung erfuhren.

Aus diesem Grund wurde ein Forscher-Team mit der Aufgabe betraut, sich mit der genderpolitischen Dimension einer solchen Entscheidung auseinander zu setzen. Die Wissenschaftler unter der Führung der selbst als „neutrois“ identifizierenden Sprachwissenschaftlerin Lann Hornscheidt, bis 2016 mit Gender-Lehrauftrag an der Berliner Humboldt-Uni, geben nun aber grünes Licht.

Das Fazit des Papiers: „Die Genderfrage bei neuen Toponymen ist auch immer eine der Kultursensibilität. Weil lebendige Personen in den ersten Lebensjahren noch keine Gender-Identität ausprägen, ist eine Benennung nach diesem Muster unproblematisch. Eine sichere Alternative könnte die Installierung einer geschlechtsneutralen ‚Jihax-Allee‘ darstellen“.

AfD-Lindemann: „Feindliche Landnahme hat einen Namen“

Große Empörung über den Vorstoß gibt es bei der Opposition. Der AfD-Abgeordnete Gunnar Lindemann witterte eine große Tragweite: „Die feindliche, islamische Landnahme hat jetzt einen Namen bekommen: Jihad. Man stelle sich nur einmal vor, in Islamabad oder Istanbul würde man seinen Sohn Barbarossa nennen! Es zeigt sich einmal mehr das Versagen der Altparteien im Kampf gegen die Islamisierung. Danke, Merkel!“

Es handelt sich hierbei übrigens um einen satirischen Aprilscherz der Wochenblick-Redaktion, der unsere Leser gerade in schwierigen Zeiten erheitern soll. Falls Sie bis hierher dennoch glaubten, dass die Nachricht stimmt, zeigt das nur, dass einige wahre Dinge heutzutage ähnlich befremdlich werken. Denn, auch wenn es kein Neujahrsbaby war – eine Mutter, die ihr vierzehntes, sechs Kilo schweres Kind ‚Jihad‘ nannte, gab es in Deutschland im Jahr 2011 nämlich tatsächlich.