Den aktuellen Zustand bei den Hilfen für beeinträchtigte Menschen jeden Alters, die daheim gepflegt werden, hat der oberösterreichische FPÖ-Klubobmann Herwig Mahr bei Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) hinterfragt. 

Fazit: Die Zustände im sozialistisch geführten Sozialressort sind katastrophal, denn auch bei den Langzeit-Wohnplätzen, gibt es einen erheblichen Fehlbedarf.

Bedarf bei Mobiler Betreuung und Pflege ist besonders hoch

Mahr kommt nach Gerstorfers Anfragebeantwortung zu folgendem Schluss: „Ende 2018 fehlte es in Oberösterreich an 1421 Angeboten der Betreuung und Hilfe. Sehr dringend notwendig wäre die Hilfe sogar in 376 Fällen gewesen. Das zeigt eindeutig, dass in diesem Bereich ein signifikanter Aufholbedarf besteht, damit die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann.“ Im Detail geht es um die mobilen Unterstützungsangebote nach dem oö. Chancengleichheitsgesetz. Der Bedarf bei der Mobilen Betreuung und der Pflege ist am höchsten, bei den Frühförderungen und der Persönlichen Assistenz gibt es ebenfalls ein großes Manko.

Bei Notfällen herrschen Engpässe

Kurzzeitpflegeplätze für Behinderte, die einspringen, wenn die pflegenden Angehörigen krank werden oder eine Auszeit benötigen sind dabei auch großes Thema. „Der Auslastungsgrad beträgt hier im Jahresschnitt rund 62 Prozent. In Spitzenzeiten hingegen müssen sogar Betroffene abgelehnt werden. Es braucht also eine effizientere Ausgestaltung sowie eine Flächendeckung, denn in Wels und Wels-Land gibt es keinen einzigen Platz“, so der Politiker Mahr.

„Wir sind mit mehreren Bürgern in Kontakt, die unter der Kürzung von Landesrätin Gerstorfer bei den Tagesbetreuungseinrichtungen leiden. Auch deshalb wollten wir genau wissen, was das Sozialressort den jeweiligen Einrichtungen vorgibt, damit trotz des Leistungsabbaus die Unterstützung aufrechterhalten bleibt“, sagt Mahr und ist über einen ersten Zwischenerfolg erfreut: „Unsere Hartnäckigkeit zeigt bereits erste Wirkung. Auf unser Drängen hin wurden erste Evaluierungen durchgeführt. Dafür war es längst höchste Zeit. In weiter Folge müssen aber nun auch wirksame Schritte zum Ausbau gesetzt werden.“