Schwedische Medien enthüllten nun neue Eskapaden von Hunter Biden, jüngster Sohn von US-Präsident Joe Biden. Er wurde mehrmals dabei erwischt, wie er unter anderem eine Stripperin und eine afroamerikanische Obdachlose, über eine Hintertür gegen geltende Sicherheitsvorschriften ins streng gesicherte, exklusive Schweden-Haus in Washington schmuggelte. Dort hatte er eine Büro-Suite gemietet. Der Mietvertrag war nach einem Jahr beendet.

Von Kornelia Kirchweger

Sicherheitsrisiko

Im Gebäude befinden sich die schwedische und isländische Botschaft. Es wird rund um die Uhr mit Video überwacht. Zuständig ist die schwedische Staatsgebäude-Verwaltung, also eine Behörde. Im Februar 2017 zog Hunter Bidens Firma in den Gebäudekomplex. Vierteljahres-Miete: 50.000 US-Dollar.

Das Mietverhältnis sollte nur ein Jahr dauern und war äußerst belastet wegen Hunters Eskapaden, die von schwedischen Behörden als „Sicherheitsrisiko“ eingestuft wurden. Schon ein Monat nach seinem Einzug schleuste er wiederholt, nach Büroschluss, „Gäste“ über den Hintereingang in die Bürosuite. Laut Sicherheitsvorschriften müssen alle Besucher durch den Haupteingang und durch Metall-Detektoren. Hunter ignorierte das, trotz mehrmaliger Verwarnungen per Email.

Stripperin klagt Vaterschaft ein

Zu Hunters „Gästen“ zählte u.a. Lundon Roberts, ein Basketball-Coach für seine und die Töchter von Barack Obama. Roberts arbeitete im Strip Tease Club, wurde schwanger, behauptete es sei Hunters Kind und klagte die Anerkennung gerichtlich ein. Auch eine afroamerikanische Obdachlose holte Hunter „heimlich“ ins Gebäude.

Wegen erneuter Verwarnung, warf er der Verwaltung Rassismus vor, und drohte mit einem Anwalt. Er kenne die Frau gut, auch seine Familie kenne sie, er wollte ihr nur helfen, sagte er. Schließlich wurde ihm der Hinauswurf angekündigt. Biden kam dem zuvor, kündigte den Mietvertrag vorzeitig, blieb die ausstehende Miete schuldig, beglich sie aber später. Der Skandal kam über durchgesickerte Emails an die Öffentlichkeit. Mehrere schwedische Medien berichten dazu.

Zweitschlüssel für Biden-Familie und Chinesen

Hunter hatte von der Gebäudeverwaltung per Email auch einen Zweitschlüssel für seinen Vater Joe, seine Stiefmutter Jill, seinen Onkel Jim und einen chinesischen Geschäftsmann angefordert, gegen den wegen Korruption ermittelt wird – angeblich ohne Erfolg. Gegen Hunter Biden laufen seit 2018 Untersuchungen des FBI wegen seiner Geschäfte mit China, konkret wegen Verstoß gegen das Steuer- und Geldwäschegesetz.

Die Ermittlungen wurden Monate vor der Präsidentschaftswahl, vergangenen November, ausgesetzt, um die Wahl nicht zu beeinflussen – und dann wieder aufgenommen. Hunter wird vorgeworfen, er habe bei seinen Geschäften Profit aus dem Amt seines Vaters als Vizepräsident, unter Trump-Vorgänger Barack Obama, schlagen wollen.