Das Gewehr ist die Braut des Soldaten! Diesen Satz bekommen schon unsere wehrdienstfähigen 18-Jährigen, nämlich die Grundwehrdiener des Bundesheeres, von ihren Ausbildern eingebläut. Dadurch sollen die Präsenzdiener mit der ihnen anvertrauten Waffe zusammenwachsen.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

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Waffe bedenkenlos ausgehändigt?

Die jungen Männer sollen mit ihren Gewehren nicht nur gut umgehen können, sie sollen diese auch sorgsam behandeln und vor allem nie aus den Händen geben. Eine Braut leiht man bekanntlich weder her, noch lässt man sie irgendwo allein stehen.

Dies wird wohl auch für Polizeiwaffen gelten. Trotzdem hat kürzlich ein Polizeibeamter im Bezirk Wels-Land seine Dienstwaffe, eine Glock 17, einem ihm „unbekannten Kollegen“ auf dessen Wunsch hin offenbar bedenkenlos ausgehändigt. Seitdem sind Waffe und „Kollege“ verschwunden.

Fragwürdiger SPÖ-Mandatar

Mit dem Pumpen von Liegestützen, mit denen das Heer gern jene Soldaten bestraft, die ihr Gewehr in Übungspausen kurzfristig aus den Augen verlieren, wird es im Fall des sorglosen Polizeibeamten wohl nicht abgetan sein.

Ich möchte nämlich nicht, dass sich so ein Wachmann weiterhin um unsere Sicherheit kümmert. Ob dieser Polizist auch in seiner Funktion als SPÖ-Mandatar in einer kleinen Gemeinde noch zuverlässig genug erscheint, um über das Leben in der Kommune mit zu bestimmen, muss seine Partei entscheiden.