In Deutschland mußten sich zwei Syrer und ein deutscher Staatsbürger wegen Vergewaltigung einer 14-Jährigen vor Gericht verantworten.

Das Landgericht Ravensburg mußte sich nun mit einem Fall beschäftigen, der sich im November 2019 in Laupheim – im Kreis Biberach – im deutschen Bundeland Baden-Württemberg ereignet hatte und der für Entsetzen sorgte. Damals hatten sich drei Männer, die beiden syrischen Brüder Bashar A. (20) und Basel A. (21) sowie der „Deutsche“ Onur S. (33) mit zwei Mädchen (13 und 14 Jahre) über soziale Netzwerke verabredet. Dort hatten sich die Mädchen erkundigt, wo noch etwas los sei. Die Männer holten sie ab und brachten sie in eine Garage im Laupheimer Solarpark, die Onur S. angemietet hatte

Opfer mit Alkohol und Drogen wehrlos gemacht

Dort angekommen, wurden die beiden Mädchen mit Alkohol und Amphetaminen abgefüllt und wehrlos gemacht. Als sich die 14-Jährige nicht mehr wehren konnte, fielen sie über die Jugendliche her und missbrauchten sie. Ihre 13-jährige Freundin konnte sich zwar gegen die sexuellen Übergriffe wehren, musste jedoch das Martyrium der 14-Jährigen mitansehen. Die Männer hatten zwar sexuelle Handlungen mit den Jugendlichen eingeräumt, aber angegeben, dass diese einvernehmlich gewesen seien. Zudem sollen ihnen die Mädchen ihnen ihr Alter verschwiegen haben. „Das nehmen wir Ihnen nicht ab“, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Die 14-Jährige sei ihrem Erscheinungsbild und Verhalten nach eindeutig kindlich und habe eigenen Angaben zufolge ihr junges Alter auch genannt.

Frauen- und menschenverachtend

Außerdem, so der Richter, sei in der Tatnacht deutlich sichtbar gewesen, dass das Mädchen durch Drogen und Alkohol besinnungs- und willenlos gewesen sei. „Ihren Zustand haben alle wahrgenommen.“ Zudem sei die 14-Jährige in sexueller Hinsicht unerfahren gewesen. „Es ist völlig auszuschließen, dass sie einer solchen Orgie zugestimmt hätte.“ Dass die Männer sich nacheinander an der Jugendlichen vergangen und sie hinterher einfach „wie eine Ware“ zurückgelassen hatten, nannte der Richter „frauen- und menschenverachtend“.

Mehrjährige Gefängnisstrafen

Die beiden syrischen Brüder wurden vom Gericht zu jeweils dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der jüngere Bruder jedoch nach dem Jugendstrafrecht. Die Persönlichkeit des Syrers habe erhebliche Defizite, sowohl „in Bezug auf sein Frauenbild als auch auf die Bildung und Sprache“, begründete der Richter. Der 33jährige Deutsche Onur S. soll für drei Jahre und zehn Monate in Haft und wegen seiner Drogensucht zudem in eine Entziehungsanstalt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.