Auf Anordnung von Europol klickten in Wien die Handschellen. Drei Männer aus der Slowakei wurden unter dem Verdacht verhaftet, nukleares Material über Österreich schmuggeln und verkaufen zu wollen. Zwei der Männer sind wegen eines ähnlichen Tatbestands vorbestraft. 

Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung gab gegenüber Journalisten an, dass über Monate hinweg ein Scheinkauf des Materials vorbereitet wurde. Den Verdächtigen wurde vorgegaukelt, dass sie es mit Interessenten einer militärischen Organisation zu tun hätten. Die Übergabe des radioaktiven Materials hätte in Wien stattfinden sollen. Bereits am 24. November erfolgte die Verhaftung durch die Sondereinheit Cobra, wie am Samstag bekannt wurde.

Unklarheit über die „heiße Ware“

Scheinbar versuchten die Slowaken ihre vermeintlichen Kunden zu betrügen. Der Container mit der Handelsware enthielt laut Auskunft österreichischer Behörden kein radioaktives Material. Dem widerspricht die moldauische Generalstaatsanwaltschaft, welche die Information veröffentlichte, dass es sich um 860 Gramm mit Uran 235 angereicherten nuklearen Materials handelte.