Gestern setzten wir uns mit Florian Klenks Äußerung, dass „dschihadistische Verbrecher auch Menschen wie wir alle“ seien, auseinander. In der Zwischenzeit wurde der entsprechende Beitrag gelöscht. Wir fragten den Falter-Chefredakteur auf Twitter, ob er sich anders überlegte – und er antwortete. Hat er seine Meinung geändert? Wochenblick veröffentlicht die exklusive Antwort von Falter-Klenk.

Man muss nicht immer einer Meinung sein. Wer Überzeugungen hat, hält auch jene der Gegenseite aus. Der Wochenblick schätzt den Dialog. Deswegen veröffentlichen wir in Wertschätzung der Diskussionsbereitschaft Florian Klenks Antwort.

Wochenblick-Anfrage vom 10.11.2020 um 14.02 Uhr:

Sehr geehrter Herr Klenk! In diesem Beitrag schrieben Sie über dschihadistische Attentäter, dass sie auch „Menschen wie wir alle“ seien. Jetzt habe ich festgestellt, dass Sie den Beitrag mittlerweile gelöscht haben. Haben Sie Ihre Meinung geändert? Wenn ja, warum?

Um 21.22 Uhr kam die Antwort:

In meinem Beitrag ging es mir darum aufzuzeigen, dass wir es nicht dabei belassen sollten Menschen als Bestien zu bezeichnen. Sondern die radikalen Netzwerke bekämpfen müssen, die Jungen Burschen, die ja nicht als Verbrecher auf die Welt kommen, das Hirn waschen. Einige böswillige Kommentatoren wollten den Eindruck erwecken ich hätte Mitleid mit ihm oder sehe ihn als Opfer. Das ist quatsch. Der Mann hat vor unseren Fenstern gemordet. Aber ich will wissen welche dschihadistischen Netzwerke da agieren. Hier haben wir das zu ergründen versucht: Die Protokolle einer Radikalisierung (Falter, 10.11.2020)

Hier finden Sie unsere Nachlese Falter-Klenk schockiert auf Twitter: Dschihadisten „Menschen wie wir alle“? in der wir uns kritisch mit Klenks Äußerung auseinandersetzen.