Weil Reinhold „Django“ Mitterlehner in der türkis-blauen Regierung kaum noch Freunde haben dürfte, hat er in der linken Polit-Szene nach neuen Spielgefährten Ausschau gehalten.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Neues Buch „Haltung“

Denn für sein kürzlich erschienenes Buch „Haltung“ hatte er sich als journalistische Betreuerin Barbara Toth vom links-linken Stadtblattl „Falter“ ausgesucht. Von Haltung zeugt das gerade nicht, zumal der Mühlviertler Mitterlehner sicher kein Linker ist. Aber um wirksam Rache nehmen zu können, blieb „Django“ offenbar nichts anderes übrig, als sich in diese zweifelhafte Gesellschaft zu begeben.

Frustrierter Ex-Politiker?

Auch wenn Mitterlehner bei der Vorstellung seines Buches vorige Woche in Linz bemüht war, nicht als eine beleidigte Leberwurst zu erscheinen, hinterließ er trotzdem das Gefühl, dass hier ein frustrierter Ex-Politiker bitzelte. Nur zu gern hätte Mitterlehner als Vizekanzler in einer rot-schwarzen Koalition weitergewurstelt, beziehungsweise „gestaltet“.

Gutmenschen-Besorgnis

In diesem Fall aber wäre die ÖVP als konservative politische Kraft heute weg vom Fenster und die Linken hätten freie Bahn gehabt, um dieses Land komplett an die Wand zu fahren. Dass es anders gekommen ist, gefällt vielen Österreichern und sollte auch Mitterlehner freuen. Damit würde er jedenfalls mehr Haltung zeigen als mit seiner als Gutmenschen-Besorgnis getarnten Abrechnungs-Makulatur.