In diesen Tagen haben wieder 745 neue Unteroffiziere – 686 Männer und 59 Frauen – im Rang eines Wachtmeisters die Akademie in Enns verlassen. Doch was für eine Zukunft wird ihnen in diesem Bundesheer beschieden sein? Noch dazu bei dieser Regierung?

Kommentar von Kurt Guggenbichler

Dass die Grünen mit dem Militär keine Freude haben, ist bekannt und da sich die Türkisen als glühende Europäer verstehen, dürften ihnen nationale Verteidigungsbestrebungen weitgehend egal sein. Für sie ist das Bundesheer ohnehin mehr technisches Hilfswerk als Landesschutztruppe.

Bundesheer bleibt Papiertiger

Da kann die derzeitige Frühstücksdirektorin des Ministeriums für Landesverteidigung, also Klaudia Tanner, noch so stramm angetretene Soldatenfronten abschreiten und Rüstungskonzerne markig zurechtweisen: Ohne die massive Erhöhung des Verteidigungsbudgets bleibt unser Heer ein Papiertiger.

Das ist freilich nicht die Schuld der Soldaten, die im Heer dienen, sondern vor allem jener schon lange vorangegangenen Regierungen, die das Bundesheer sukzessive kaputtsparten, so dass es jetzt weder für eine massive Cyberbedrohung noch für eine Pandemie gerüstet ist.

Leidige Rechtsextremismus-Debatte verdrängt

Wie sich das Corona-Virus in Österreich noch auswirken wird, möge sich zeigen. Doch eines kann man jetzt schon sehen: Es hat die Berichterstattung in den Zeitungen über den vermeintlich grassierenden Rechtsextremismus erfolgreich verdrängt.