Weil die Linken offenbar immer weniger echte physische Feinde der Demokratie auszumachen vermögen, stürzen sie sich nun auf vermeintlich demokratiefeindliche Begriffe (und deren Verwender), damit die selbsternannten Kämpfer für Anstand und Moral nicht völlig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

Nun also prügeln sie auf die burschenschaftliche Schülerverbindung „Ostmark zu Linz“ ein. „Skandal“ tönt SPÖ-Landesvorsitzende Birgit Gerstorfer im Chor mit Linken-Blattl „Standard“ und bezeichnenderweise auch mit der KPÖ.

Der Grund für deren (künstliche) Erregung ist die Tatsache, dass die Nazis das annektierte Österreich in Ostmark umbenannt hatten und dies seitdem ein Nazi-Begriff wäre.

Erfunden haben diesen die Nazis jedoch nicht, sondern nur verwendet. Dafür kann der Begriff aber nichts. Denn den gibt’s schon seit dem 19. Jahrhundert und mit ihm wurden einst die östlichen Grenzgebiete des fränkischen Herzogstums bezeichnet.

Sowohl die historische als auch die Nazi-Ostmark ist den meisten Leuten heute egal. Was für ein Glück, dass die Nazis nicht auf Ostarrichi als Namen für Österreich verfallen sind. Aber war nicht auch Gau ein schlimmer Nazi-Begriff?

Jetzt muss wohl das Land Salzburg fürchten, dass die linke Intelligenzia auch im Pinzgau, Pongau, Lungau und Tennengau etwas Braunes und ewig Gestriges sehen könnte.