Der türkische Präsident Recep Erdogan übt nach dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli weiter Druck auf Europa aus. Stein des Anstoßes ist neben dem sogenannten „Flüchtlingsdeal“ auch das Hereintragen türkischer Innenpolitik in die EU.

Türkischer Geheimdienst schnüffelt in Österrreich

So bombardiert die Türkei Österreich via Interpol mit zahlreichen Haftbefehlen gegen Anhänger der oppositionellen Gülen-Bewegung. Erdogan – den deutsche Kritiker gerne „Erdowahn“ nennen – wirft dieser eine federführende Rolle beim Putschversuch des Militärs vor. Um die vermuteten Drahtzieher auch in Europa ausfindig zu machen, schnüffelten der türkische Geheimdienst MIT sowie Vorfeldorganisationen der Erdogan-Partei AKP inzwischen in Österreich, warnt der Grünen-Nationalrat Peter Pilz.

Multi-Kulti-Konflikte

„Die Haupttätigkeit liegt im systematischen Aufspüren und Dokumentieren jeglicher Opposition“, fasst er eine Untersuchung zusammen. Pikant: Die türkischen Behörden sollen ihre Landsleute in Österreich zur „systematischen Bespitzelung“ von Erdogan-Kritikern in den sozialen Medien aufgerufen haben. Nach einigen Krawallen zwischen Türken und Kurden in Österreich beurteilen Experten diese Krawalle als weitere Verschärfung ethnischer Multi-Kulti-Konflikte.

++++

Der Artikel hat für Sie wichtige Neuigkeiten enthalten? Sie wollen kritischen Journalismus unterstützen?
Dann tun Sie das mit einem ABONNEMENT unserer Wochenzeitung!

 

Freistadt: Zahl der Sex-Attacken heuer mehr als vervierfacht