Die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie nehmen beinahe täglich immer absurdere Formen an. Zwischen den europäischen Staaten unterscheidet sich dabei maximal das Ausmaß, mit dem über das Ziel hinausgeschossen wird.

Im Salzburger Tennengau – deckungsgleich mit dem politischen Bezirk Hallein – traten am Dienstag wegen einer erhöhten Zahl an Neuinfektionen massive Verschärfungen in Kraft. So gibt es im ganzen Bezirk ein Verbot für Veranstaltungen einschließlich Feuerwehrübungen und sportlicher Trainings.

Partys außerhalb der eigenen vier Wände sind ebenfalls untersagt. Im am stärksten betroffenen Ort Kuchl wurde die Sperrstunde für die Gastronomie auf 17 Uhr vorverlegt – das Feierabendbier entfällt ebenso wie gemeinschaftliches Essen nach dem Dienst.

Die Exekutive soll die neuen Gebote „rigoros“ kontrollieren, es drohen saftige Strafen. Einen Schritt weiter ist man bereits in Deutschland, wo sich Merkel mit den elf größten Städten darauf einigte, dass diese die Kontrolle der Einhaltung der Maßnahmen auf private Sicherheitsdienste abwälzen dürfen.

Gibt es zu viele Infektionen, soll zudem die Bundeswehr in die Städte entsandt werden, um sich ein Bild vor Ort zu machen.
Soldaten zur Kontrolle der Folgsamkeit der Bürger – in Italien ist dies bereits Fakt. Dort gilt die Maskenpflicht nun auch im Freien. Auch Tschechien und die Slowakei setzen auf diese epidemiologisch höchst umstrittene Maßnahme.