Anfang der Woche glückte der Polizei-Sondereinheit Cobra ein gefährlicher Zugriff in Wels. Ein mutmaßlicher Taliban-Terrorist aus Afghanistan wurde in seiner Wohnung verhaftet. Der Mann war 2012 als Asylwerber nach Österreich gekommen. Hier warb er für Gewalt, Mord und Terror.

Was vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung und Innenminister Karl Nehammer als „großer Erfolg“ gefeiert wird, hatte offenbar eine achtjährige Vorgeschichte. Während dieser nicht unbeträchtlich langen Zeit wurde der dringend Tatverdächtige vom österreichischen Steuerzahler alimentiert. Dies hinderte den heute 31 Jahre alten Afghanen nicht daran, Werbung für die brutalste und radikalste Auslegung des Islam, den Salafismus zu machen. 

Verbreitete brutale Mordfantasien

Der Afghane verbreitete im Internet Aufrufe zu Gewalt, Mord und Terror. So forderte er die Ermordung einer Frau durch Erschießung, die ein Fußballspiel sehen wollte. Eine Frau, welche angeblich den Koran verbrannt hatte, sollte geköpft werden – ihre Eingeweide wollte er auf der Straße verteilt sehen. Doch mit Drohungen im Internet begnügte sich der mutmaßliche Angehörige der Terrororganisation „Taliban“ nicht. Laut Medienberichten habe er selbst einer Frau „auf Befehl Gottes“ mit dem Kopfabschneiden gedroht.

Bei seiner Festnahme wurden zahlreiche Datenträger und Kommunikationsgeräte beschlagnahmt, die nun vom Verfassungsschutz ausgewertet werden.

FPÖ-Haimbuchner warnt vor unkontrollierter Zuwanderung

Der stellvertretende Landeshauptmann Manfred Haimbuchner (FPÖ) gratulierte den Ermittlungsbehörden zu ihrem Erfolg. „Diese Verhaftung zeigt uns, dass Österreich keine Insel der Seligen ist, über die Gott seine schützende Hand hält, sondern dass wir mitten in Europa sehr konkret von globalen und europäischen Fehlentwicklungen, wie etwa dem Asyl- und Migrationschaos seit 2015 betroffen sind. Dass es in Österreich, anders als in anderen EU-Ländern noch nicht zu einem verheerenden Terroranschlag gekommen ist, verdanken wir neben der hervorragenden Arbeit unserer Behörden wohl auch dem Zufall. Diese Verhaftung sollte ein Weckruf für all jene sein, die immer noch ernsthaft glauben, die unkontrollierte Masseneinwanderung von völlig ungeprüften Drittstaatlern sei eine Bereicherung und das größte Glück für Europa.“

Österreich und die EU brauche eine „No Way“-Politik

Haimbuchner erneuert in diesem Zusammenhang seine Forderung nach der Schaffung von Aufnahmezentren im Maghreb und dem Nahen Osten sowie die völlige Abriegelung Europas für illegale Migration. Auch erteilt der Landeshauptmann-Stellvertreter jeglichen Bestrebungen, durch Migrationspakte und Zwangsverteilungen den europäischen Zusammenhalt zu gefährden, eine deutliche Absage. Vorbild bei der illegalen Migrationsbekämpfung müsse hier Australien sein, das mit seiner „No Way“ – Politik gezeigt habe, wie man die Ankunftszahlen illegaler Migranten signifikant reduzieren könne.