Gut informierte Kreise berichteten dem Wochenblick, Gesundheitsminister Rudolf Anschober wäre am Wochenende in ein Linzer Krankenhaus eingeliefert worden. Als ein Redakteur beim Portier anrief, erhielt er die Auskunft, dass er nicht zu Herrn Anschober durchgestellt werden könne, er möge es am Handy versuchen. An den Gerüchten dürfte also etwas dran sein.

Nun steigt die Sorge um den Gesundheitsminister, der laut aktuellen Umfragen der beliebteste Politiker unseres Landes sein soll. Die Gerüchteküche sah ihn sogar bereits als nächsten Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten – was Anschober vehement dementierte.

Seit Freitag nicht mehr zu Wort gemeldet

Tatsächlich hat sich Anschober seit seinem ORF Interview am Freitag nicht mehr zu Wort gemeldet. Auch nicht, als massive Kritik wegen der extremen Wartezeiten an der Grenze laut wurde. Hier antwortete nicht der Minister sondern das Ministerium auf die Vorwürfe. Seine letzte Meldung auf Twitter stammt vom Samstag, dem 22. August. Der Druck auf den grünen Politiker ist momentan sehr groß. FPÖ-Chef Norbert Hofer forderte gerade erst seinen Rücktritt, die SPÖ-Justizsprecherin übte scharfe Kritik.

Vorwurf: Ende der freien Demokratie

Besonders hart ging NÖN-Herausgeberin Gudula Walterskirchen in einem Gastbeitrag für „die Presse“ mit dem Gesundheitsminister ins Gericht. Sie warf ihm vor, die Bürger zu verhöhnen und ohne öffentliche Debatte hintenrum ein Gesetz durchdrücken zu wollen. Dieses würde zu einer „rechtmäßigen Freiheitsberaubung“ und dem Ende der freien Demokratie führen.