Bill Gates und George Soros kaufen über ein extra zu diesem Zweck errichtetes Konsortium den britischen Covid-Schnelltest-Hersteller „Mologic“ samt Schwester-Unternehmen „Global Access Diagnostics“ auf und lassen dafür 40 Mio. US-Dollar springen. Es ist der Start einer neuen Initiative im „globalen Süden“ zur Ausrollung kostengünstiger Gesundheitstechnologien. Das geschehe aus reiner Menschenliebe und im Sinne der globalen Gesundheitsgerechtigkeit, sagen sie. Mologic arbeitete schon früher mit Gates zusammen.

Von Kornelia Kirchweger

  • Bill Gates und George Soros kaufen ein Covid-Schnelltest-Hersteller auf
  • Sie monopolisieren damit Diagnostik und Behandlung
  • Fokus der neuen Initiative ist der globale Süden
  • Die Tests können auch tropische Krankheiten aufspüren
  • Das neue Unternehmen wird als „sozial“ definiert
  • Es wird Milliarden-Gewinne machen

Tests und Pandemie: das Supergeschäft

Die beiden Milliardäre schaffen sich damit ein einträgliches Monopol aus Diagnostik und Behandlung. Die Mologic-Covid-19-Schnelltests sind auch als „Nasenbohrertests“ bekannt, die in 15-30 Minuten Ergebnisse liefern. In der Fachsprache bezeichnet man sie als „Lateral-Flow-Schnelltests“. Mit dieser Technologie kann auch auf Denguefieber, Bilharziose und Flussblindheit getestet werden. Mologic wurde 2003 als gewinnorientiertes, medizinisches Forschungs- und Innovationslabor von CEO Mark Davis und seinem Vater Paul Davis gegründet. Paul ist auch der Erfinder des Clearblue-Schwangerschaftstests, der erstmals 1988 auf den Markt kam. 2016 gründete Mologic, mit Unterstützung der Gates-Foundation, das Zentrum für Fortgeschrittene Schnelldiagnosen (CARD). Gerade rechtzeitig vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

Aus Liebe zu den Menschen

Mit der Ankündigung des Investments gaben der Soros-Entwicklungs-Fonds (SEDF) und die Bill & Melinda Gates Stiftung den Start der neuen Initiative „Globaler Gesundheits-Zugang“ (GAH) bekannt. So heißt auch die neue Firma, die als „soziales Unternehmen“ gilt. CEO Mark Davis zur jetzigen Übernahme: das sei ein „bewusster, logischer und natürlicher Schritt“ für ein Unternehmen, das sich auf erschwingliche Diagnostik und Biotechnologie konzentriere. Dies an Orten, die wegen der „unerbittlichen Profitgier“ unterversorgt seien. Der Soros-Entwicklungsfonds wurde 1997 errichtet und hält 35 Investments im Gesamtwert von 300 Mio US-Dollar. Sean Hinton, CEO des Fonds, wies auf die „fundamentalen Ungleichheiten“ in der globalen öffentlichen Gesundheit hin, die in der Pandemie deutlich wurden. Roxana Bonnell, Expertin für Öffentliche Gesundheit der Offenen-Gesellschaft-Stiftung von Soros, stellte fest: der Zugang zu Tests sei unerlässlich, wenn es um die Vermeidung der Ausbreitung ansteckender Krankheiten gehe – dieses Thema betreffe jeden.

Der große Test-Schmäh

Dass die Covid-Tests allesamt keine genauen Ergebnisse liefern, wird sogar auf der Webseite der Globalen Impfallianz GAVI (Partner der WHO, gesponsert von Gates Foundation) eingeräumt: die Schnelltests liefern rasche Ergebnisse, aber auf Kosten der Genauigkeit. Die Interpretation und Kommunikation der Ergebnisse müsse daher sorgfältig geschehen. Die Tests können nicht zwischen „ansteckenden und nicht ansteckenden“ Personen unterscheiden. Sie erkennen Personen mit hoher Viruslast besser. Manche Länder nutzen dennoch die Schnelltests, um infizierte Personen ohne Symptome zu finden und begründen damit ihre Pandemie-Politik. Laut WHO sind aber Personen ohne Symptome (asymptomatisch) für die Virus-Verbreitung kaum maßgeblich. Auch PCR-Tests sind laut WHO, nicht zur Diagnose geeignet, man solle die Symptome beachten. Das sei Sache einer Klinik oder des Arztes. Haus- und Fachärzte wurden aber von den Covid-Regimen in der Pandemie völlig ausgeschaltet. Sie sind nur mehr Impfgehilfen. Für die Diagnose sind jetzt – und wohl auch künftig – ungenaue Tests zuständig.

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