Am Mittwoch erfolgte der Spatenstich zum von vielen Bürgern der Stadt sehnlichst erwarteten Bau der neuen Linzer Donaubrücke.

Etwa 9.100 Kubikmeter Beton, rund 2.000 Tonnen Bewehrungsstahl und über 8.000 Tonnen von der Voestalpine geliefertes hochwertiges Stahlblech sollen sich bis zum Jahr 2020 in Linz über die Donau spannen.

Am heutigen Mittwoch fand der Spatenstich für das Bauprojekt statt. Der Spatenstich-Feier wohnten dabei nicht nur hochrangige Politiker und die Bauträger des Mega-Projekts bei, sondern auch der Architekt persönlich.

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Verkehrsbelastung entspannen

Die neue Linzer Donaubrücke, die an der Stelle der 2016 abgetragenen „Eisenbahnbrücke“ errichtet wird, wird bei Fertigstellung rund 400 Meter lang und bis zu 33 Meter breit sein. Zwei Fahrbahnen, Geh- und Radwege sowie eine Trasse für die zweite Schienenachse der Linz AG zwischen Mühlkreisbahnhof und Bulgariplatz werden die Verkehrsbelastung der Landeshauptstadt wesentlich entspannen.

Drei Brücken parallel

Infrastrukturstadtrat Markus Hein (FPÖ) betont gegenüber dem „Wochenblick“, dass nach langer Zeit des Planens und Verhandelns nun endlich Taten folgen würden. „Nach den bereits laufenden Bauarbeiten der A7-Bypass-Brücke beginnen wir nun mit den Bauarbeiten der zweiten Brücke. Schon ab Herbst werden wir dann sogar drei neue Brücken parallel errichten“, unterstreicht Hein. Auch Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) weiß, wie wichtig Mobilität für den Wirtschaftsstandort Linz ist: „Schnelle Verbindungen sind sowohl stadtintern als auch überregional wachstumsfördernd. Die neue Eisenbahnbrücke bildet dabei eine der Hauptschlagadern dieses Verkehrsnetzes.“

Endlich: die neue Donaubrücke ist unter Dach und Fach
2020 wird sich die neue Brücke auch optisch imposant über die Donau spannen und zur erheblichen Entlastung des Verkehrs beitragen.

Multimodale Donauquerung

Linz AG-Generaldirektor Erich Haider ging bei der Spatenstich-Feier auf die Leistungen seines Unternehmens für die Realisierung des Projekts ein: „Nach Fertigstellung wird die multimodale Donauquerung gleich mehrere Verkehrsalternativen bieten und modernen Mobilitätsbedürfnissen entsprechen“. Dafür habe die Linz AG bereits im Vorfeld wichtige Infrastrukturleistungen erbracht. So wurden etwa bereits Leitungen für Strom, Erdgas oder Wasser verlegt.

Der Pariser Architekt Marc Mimram betonte die Bedeutung der Donau für Europa und zeigte sich stolz auf seinen Entwurf der neuen Brücke für Linz.

Architekt aus Paris

Der optisch gelungene Entwurf der neuen Brücke stammt vom Pariser Architekturbüro Mimram, das als Sieger aus einem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb hervorging. Mit dem Bau wurde eine Arbeitsgemeinschaft der Firmen MCE GmbH, Porr Bau GmbH und Strabag AG beauftragt, die mit 57 Millionen Euro das attraktivste Angebot stellte.