Anlässlich der Wahl zur neuen JUSOS-Vorsitzenden Jessica Rosenthal fand am Wochenende ein virtueller Bundeskongress der SPD-Jugend statt. Sie erklärte sich in einem Antrag mit der extremistischen, palästinensischen Fatah-Jugend solidarisch und bezeichnet sie neuerdings als „Schwesterorganisation“. Jüdische Vertreter sind irritiert, denn sie wissen: Die Fatah-Jugend möchte Israel am liebsten von der Landkarte wegradieren. 

JUSOS-Chef Kevin Kühnert (31) wird nicht mehr als Vorsitzender kandidieren. Er strebt das höhere, politische Parkett an und plant zukünftig für die SPD in den Bundestag einzuziehen. Deswegen soll die 28-jährige Lehrerin aus Duisburg Jessica Rosenthal seine Nachfolgerin werden. Anlässlich ihrer Kandidatur zur Vorsitzenden hielt sie eine aufpeitschende Rede gegen Rechte und den Kapitalismus vor Deutschlands Jungsozialisten. Dass die JUSOS die extremistische Fatah-Jugend zur Schwestern-Organisation erklärten, sorgt nun für Empörung.

Ziel: Die Ausrottung Israels

Bereits das Logo der Fatah-Organisation zeigt, wie sie es mit Israel hält: Nämlich gar nicht. Geht es nach ihr, so soll Palästina an die Stelle Israels auf der Landkarte treten.

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Das Ziel der Fatah-Jugend ist die „komplette Befreiung Palästinas“ und „die Ausrottung der ökonomischen, politischen, militärischen und kulturellen Existenz des Zionismus“. Im Internet droht die Fatah-Jugend mit Terroranschlägen und zeigt sich judenfeindlich.

 

AfD ist für Rosenthal „hellblaue NPD“

Bei der AfD schlägt Rosenthals Extremismus-Radar gewaltig aus: Es sei wichtig, dass viele Antifa-Aktivisten gegen die AfD demonstrieren, denn: „Die AfD ist die hellblaue NPD“, zeigt sich Rosenthal überzeugt.

Mit der extremistischen, antisemitischen Fatah-Jugend haben die Vertreter der SPD-Jugend offenbar kein Problem: Sie bezeichnen sie als „Schwesterorganisation“.

Juden-Vertreter: „Wir sind sehr irritiert“

Laut einem Bericht der Bild-Zeitung reagierte Remko Leemhuis vom American-Jewish Committee in Berlin empört: „Wir sind sehr irritiert über diesen Antrag und die Tatsache, dass er angenommen worden ist.“