Der Wuppertaler SPD-Abgeordnete Helge Lindh erntet für seine schleimigen Ramadan-Glückwünsche Spott.

Keine Osterwünsche an die Deutschen, dafür aber Glückwünsche zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan – und das sogar auf Arabisch! Helge Lindh, ein deutscher Politiker der Sozialdemokraten (SPD), provoziert auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit einer 30-sekündigen Videobotschaft an die fünf Millionen Muslime in Deutschland.

Nach einleitenden Worten in schlechtem Arabisch wünscht er dann auf Deutsch ein „glückliches, gesegnetes Zuckerfest“. Die Gläubigen hätten in Folge der Corona-Pandemie „einen besonders entbehrungsreichen, von Trennungen gezeichneten Ramadan“ hinter sich.


Für seine Aussagen erntet der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete mehrheitlich Spott. Nur wenige der 800 Kommentare sind zustimmend. „Zuckersüßes anbiedern“, „Schleimerei“ und „Fremdscham“, lautet der noch freundlich ausgedrückte Tenor der Twitter-Nutzer.

Was einigen Betrachtern auch ins Auge fiel: Zu Ostern gab es vom SPD-Politiker keine Glückwünsche, obwohl der Ostersonntag der höchste Feiertag der Christen ist und auch von Entbehrungen aufgrund der Corona-Pandemie geprägt war. Familienbesuche und Ausflüge waren stark eingeschränkt.

„Es ist schon verwunderlich, warum einer Minderheit eine solche Beachtung geschenkt wird“, schreibt Nutzer Herbert. In Deutschland leben rund 47 Millionen Christen. Sie bilden damit die Mehrheitsbevölkerung.

 

Kein Freund christlicher Kultur

Der Wochenblick hat genau nachgesehen: Auf dem Twitter-Account von Lindh findet sich tatsächlich kein Wort zu Ostern. Sogar zum besinnlichen Weihnachtfest, immerhin das Fest der Geburt Jesu Christi, schwieg der Sozialdemokrat eisern. Es scheint, als hätte er keine besondere Vorliebe für die christliche Kultur in seinem Land, obwohl er selbst vor 43 Jahren an einem 6. Dezember, dem christlichen Gedenktag des Heiligen Nikolaus, zur Welt kam.

In den eigenen Reihen ist der Sohn eines finnischen Arbeitsmigranten und einer Deutschen wegen seiner gutmenschlichen Haltung besonders in der Flüchtlings- und Migrationspolitik bekannt. Er gründete in seiner Heimatstadt die Flüchtlingsinitiative „In unserer Mitte“, war später Vorsitzender des städtischen Integrationsrats. Im Januar besuchte er mit vier weiteren Abgeordneten ein Schiff der Schlepper-Organisation „Sea Watch“ im Mittelmeer und wollte den festsitzenden Migranten zur Einreise verhelfen. 

Morddrohung?

Unbestätigten Medienberichten zufolge, hat Lindh wegen seines Ramadan-Videos nun sogar eine Morddrohung erhalten. Dies teilte er am Mittwoch in einer Pressemeldung mit. Ein sogenannter „Reichsbürger“ habe ihn auf Twitter bedroht.

Erst Mitte April dieses Jahres verübten Extremisten einen Anschlag auf sein Wahlkreisbüro im Wuppertaler Luisenviertel. Mehrere Pflastersteine wurden gegen die Eingangstür und ins Büro geworfen, außerdem zwei Farbflaschen. Tinte wurde in dem Raum verteilt, ein Waschbecken zerstört. Es entstand erheblicher Sachschaden. Kurze Zeit später bekannte sich auf der linksextremen Internetseite „Indymedia“ eine links-autonome Gruppierung zu der Attacke.