Hollywoodreife Szenen spielten sich am Dienstagmorgen am Ballhausplatz in Wien ab: Dort kontrollierte die Polizei einen mit einer Machete bewaffneten Mann.

Der Vorfall geschah direkt vor den Kameras des heimischen Privatsenders Puls24, dessen Reporter auf einen Live-Einstieg wartete. Einem Passanten, den der Verdächtige (33) nach dem Weg zum Parlament gefragt hatte, kam sein Verhalten komisch vor. Die Polizei fahndete daraufhin nach dem Geschilderten und traf ihn kurz später vor der Hofburg – und zwar vor dem Flügel mit der Präsidentschaftskanzlei an, wo am Vormittag eine Pressekonferenz der Regierung stattfand.

Mann mit Machete wollte wohl ins Parlament

Dort verwickelten die Beamten den österreichischen Staatsbürger in ein Gespräch. Sie konfrontierten ihn laut Krone mit gezogenen Waffen und überwältigten den Mann schließlich. Die Polizisten stellten beim Mann in der Folge eine Stichwaffe – mutmaßlich eine Machete oder ein ähnliches Messer – sicher.

Im Videomaterial von Puls24 ist die Waffe deutlich zu erkennen.

 

Der 33-Jährige war bei der Anhaltung offenbar ruhig und wiederholte offenbar ständig, dass er sich lediglich „Gehör verschaffen“ wollte und im Parlament sprechen wollte. Beim Vorfall, der unter diesen Umständen laut Puls-24-Reporter Paul Batruel „glimpflich“ verlief, wurde niemand verletzt.

Motiv und Absicht noch unklar

Im weißen Lieferwagen des Mannes mit einem St.Pöltener Kennzeichen lagen Augenzeugen zufolge diverse Zettel, wo unter anderem auch die E-Mail-Adresse des Parlaments vermerkt war. Sowohl zu den tatsächlichen Absichten des Mannes sowie zu seiner Motivlage fehlen noch jegliche Anhaltspunkte.

Auch die Polizei gibt sich weitgehend bedeckt. Auf Twitter bestätigte sie vorerst nur den eigentlichen Sachverhalt, sowie gab Entwarnung bezüglich des Parlamentsbetriebs. Dieser sei zu keinem Zeitpunkt – dort findet heute eine Nationalratssitzung statt – in Gefahr gewesen.