Nur die Hälfte der österreichischen Bevölkerung findet es gut, dass das Ibizia-Video veröffentlicht wurde. Unter den Journalisten liegt die Zustimmung bei 85 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Markentagent und der Agentur Ecker & Partner hervor.

Ein Kommentar von Kurt Guggenbichler

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Mainstream ist Sprachrohr der Parteien

Dafür wurden 1.000 Österreicher und 500 Journalisten befragt.
Dass die Bevölkerung über die Veröffentlichung dieses Videos, das eine klare Absicht verfolgte, anders denkt als die Journalisten liegt eigentlich auf der Hand. Denn viele Journalisten sind schon längst keine neutralen, unabhängigen Berichterstatter mehr, sondern nur noch das Sprachrohr der Parteien, denen ihre Sympathie gehört.
Natürlich hat jeder Journalist eine Weltanschauung, doch nirgendwo sonst wird sie so ungeniert mit der Berichterstattung vermischt wie beispielsweise im „Standard“, im „Falter“, im ORF und im „Profil“. Dort wird auch gern jede Möglichkeit wahrgenommen, um Sachverhalte in die jeweils gewünschte Richtung zu bringen, was dann zur tendenziösen Berichterstattung wird.
Dabei wünscht sich die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung (70 Prozent) einen Journalismus, der informiert und nicht die Welt zu verbessern versucht. Auch dies geht aus der jüngsten Studie hervor. Dass aber ist schwer möglich, wenn in den besagten Medien fast nur noch Leute arbeiten, die „die Welt ein bisschen besser machen“ wollen wie die freie Journalistin Sybille Hamann kürzlich ihrem Kollegen Robert Treichler im „Profil“ erklärte.

Pressefreiheit in Gefahr

So verwundert es auch nicht, dass die Dame jetzt in die Politik wechselt und bei den bevorstehenden Nationalratswahlen auf Platz 3 der Bundesliste für die – dreimal dürfen Sie raten –Grünen kandidiert. Unter diesem Aspekt müssten jetzt auch ihre bisher geschriebenen Artikel gelesen und neu bewertet werden.
Dabei war die Rolle der Medien als vierte Gewalt im Staat noch nie wichtiger als heute, heißt es in der Studie weiter. Doch als Vertreter der vierten Gewalt ist man unglaubwürdig, wenn man so unverblümt wie Sybille Hamann und ihre Kollegen in den hinlänglich bekannten Meinungsmedien mit politischen Parteien liebäugelt. Insofern ist die Pressefreiheit in Österreich wirklich in großer Gefahr.

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