Viele Menschen fragen sich, was wohl los wäre wenn eine „rechte“ oder „konservative“ Partei einen vergleichbaren Liedtext auf einer Homepage präsentiert hätte. Wenn man von Ungeziefer fantasieren würde, das man mit Gewehren, Bomben und Granaten ausbrennen müsse? Man fühlt sich an die künstliche Aufregung um das inhaltlich vielfach harmlosere Rattengedicht erinnert. Auch die aufgeblasenen Affären rund um uralte satirische Texte in Liederbüchern sind noch ziemlich aktuell. Mit ziemlicher Sicherheit müssten sich die Verantwortlichen wegen des Aufrufs zu Gewalt vor Verfassungschutz und Gerichten verantworten. Was aber sind die Konsequenzen, wenn es die SPÖ macht?

Das menschenverachtende, brutale Lied, das zur Zeit des blutigen Bürgerkriegs in Spanien verfasst wurde, enthält beispielsweise folgende Strophe:

Mit Gewehren, Bomben und Granaten
Wird das Ungeziefer ausgebrannt.
Frei das Land von Banditen und Piraten,
Brüder Spaniens, denn euch gehört das Land!
Frei das Land von Banditen und Piraten,
Brüder Spaniens, denn euch gehört das Land!
Dem Faschistengesindel keine Gnade,
Keine Gnade dem Hund, der uns verrät!
Vorwärts, internationale Brigade!
Hoch die Fahne der Solidarität!

Anstelle in irgendwelchen Liederbüchern im Keller zu verstauben propagierten Teile der SPÖ dieses Gedankengut ganz offen im Internet. So war der Text bis gestern auf der Seite der SPÖ Sulz im niederösterreichischen Weinviertel abrufbar. Laut Auskunft der SPÖ-Bezirksvorsitzenden Karin Renner war der Text sogar seit 2009 online aufrufbar. Gegenüber dem Kurier gibt sie sich kleinlaut: „So eine Wortwahl, egal ob am linken oder rechten Rand, ist absolut abzulehnen.“ Für den Verantwortlichen werden Konsequenzen in Aussicht gestellt.

Aktuell ist dieses Liedgut auch als „Arbeiterlied“ beim Deutschen Gewerkschaftsbund Köln-Bonn und bei den Schweizer Kommunisten online abrufbar.

Christian Hafenecker verortet kommunistischen Eisberg in der SPÖ

Diese radikale Sprache trägt nach Ansicht hochrangiger FPÖ-Politiker dazu bei, dass linksextreme Gewalt der Gegenwart weiter legitimiert und angestachelt wird. Bundes-Generalsekretär Christian Hafenecker erklärt dies in einer Presseaussendung:

Den Kämpfen und Repressionen fielen zwischen 200.000 bis 500.000 Menschen, sowohl Militärs und Zivilisten beider Seiten zum Opfer. Diesen grauenhaften Bürgerkrieg verherrlichte bis gestern noch die SPÖ-Ortsgruppe Sulz im Weinviertel, indem sie das Lied der ‚Internationalen Brigaden‘ auf ihre Homepage stellte. Wortwörtlich wird folgend in Bürgerkriegsfantasien geschwärmt. (…) Neben einer Sozialistischen Jugend, die sich offen zum Marxismus bekennt, einer SPÖ-Ortsgruppe in Langenzersdorf, die sich auf Facebook in ‚Rot-Front SDÖ Langenzersdorf‘ umbenannt hat, ist die rote Ortsgruppe Sulz im Weinviertel wohl nur eine kleine Spitze des kommunistischen Eisberges in der SPÖ. Die Parteichefin Rendi-Wagner wird alle Mühe haben, ihre ‚Titanic‘ nicht an diesem Eisberg zerschellen zu lassen, wie diese Geschichte aber ausging, ist uns allen gewiss“, so Hafenecker.

Vesna Schuster vermisst bei der SPÖ jegliche Moral

Die beliebte niederösterreichische FPÖ-Landtagsabgeordnete Vesna Schuster, die sich in vielen sozialen Projekten engagiert, zeigt sich gegenüber dem Wochenblick erschüttert und findet klare Worte:

„Es ist mehr als verstörend, welche Geisteshaltung offensichtlich in der SPÖ NÖ einen Platz hat. Mit Aktionen wie dieser verhöhnen die Sozialisten die Opfer kommunistischer Gräueltaten, was leider keine Seltenheit mehr ist. Generell entfernt sich die SPÖ von jeglicher Moral – wer den Geburtstag des abscheulichen Massenmörders Lenin feiert und bei Familienfesten ein Dosenschießen auf Gesichter türkiser / blauer Regierungsmitglieder veranstaltet, trägt nur zur Radikalisierung bei. So etwas ist einfach nur ekelhaft und der Politik unwürdig! Ich sage nur: PFUI!“

Immer mehr reale Gewalt gegen die FPÖ

Tatsächlich artet die Qualität der Gewalt gegen Mitglieder und Funktionäre der FPÖ immer mehr aus. Erst vor kurzem wurde die FPÖ-Zentrale in Tirol – erneut – mit Fäkalien beschmiert. In Niederösterreich gab es sogar einen feigen und gefährlichen Brandanschlag auf die Landesgeschäftsstelle, der auch Menschenleben gefährden hätte können. Schockierender Weise galt für die Tat unter anderem ein afghanischer Asylwerber als tatverdächtig. Mit Gewaltaufrufen wie dem Liedtext der SPÖ Sulz könnten weitere Menschen zu Verbrechen gegen Sachen und Menschen motiviert werden.