Im italienischen Neapel demonstrierten Hunderte gegen den neuen Lockdown der Region. Zuvor kündigte der Präsident der Region Kampanien Vincenzo De Luca am Nachmittag den neuen Lockdown an. Der Protest formierte sich spontan über das Internet. Italienische Politiker sprechen bereits von „städtischem Krieg“ und kündigten an gegen „kriminelle Gruppen“ vorzugehen.

In Form eines ‚Flash-Mobs‘ war der Protest gegen den Lockdown in den sozialen Medien ausgerufen worden. Ein Flash-Mob ist eine spontane Versammlung, zu der über Internetkanäle aufgerufen wird. Die Bilder der Demonstration zeigen: Vor allem junge Neapolitaner zog es zum Widerstand gegen den neuerlichen Lockdown auf die Straße. Sie haben genug von der Einschränkung ihrer Freiheit. Die italienische Politik zeigt dafür wenig Verständnis. Sie sieht in den Protesten das Werk Krimineller und spricht sogar von Krieg.

Spontan über Soziale Medien organisiert

Nach ersten Unterbindungsversuchen durch die Polizei verlegten die Jugendlichen den Protest spontan in andere Stadtteile und setzten die Demonstrationen fort. Dafür nützten sie die sozialen Medien. Zum Teil verliefen die Proteste gewaltsam. Mit Feuerwerkskörpern und Rauchbomben gingen einige Demonstranten gegen die Polizei vor. Diese musste in Kampfausrüstung ausrücken.

Guerilla-Krieg

Der Stellvertretende Innenminister Matteo Mauri spricht von einem Guerilla-Krieg. Für ihn seien die Proteste das Werk „krimineller Gruppen“. Er erklärte: „Die Aggression gegen die Polizei und auf den Straßen der Stadt und in der näheren Region entsprechen einer städtischen Kriegsführung und sind damit kriminelle Handlungen. Und so werden sie behandelt.“

Bei den Protesten kam es auch zu Zusammenstößen mit der Polizei:

Vor allem italienische Jugendliche protestierten gegen den Lockdown:

 

Hunderte fanden sich zu den Protesten gegen die Maßnahme ein: