Australien: Corona-Diktatur ignoriert Gericht, storniert Djokovic-Visum erneut

Behördenwillkür im Umgang mit Tennis-Star

Australien: Corona-Diktatur ignoriert Gericht, storniert Djokovic-Visum erneut

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Erst vor wenigen Tagen errang Tennis-Weltstar Novak Djokovic einen Etappensieg gegen das absurde australische Corona-Regime. Dieses hatte dem mehrfach von einer Corona-Infektion genesenen Weltranglistenersten nach einem schikanösen nächtlichen 7-Stunden-Verhör das Visum entzogen. Ein Richter kippte diese brutale Entscheidung am Montag. Doch Einwanderungsminister Alex Hawke stornierte sein gültiges Visum nun einfach ein zweites Mal. Djokovic will sich erneut juristisch dagegen wehren. Für Entsetzen sorgt indes die enorme Hetze, mit der australische Medienmacher zuletzt über das Tennis-Ass herzogen.

Einwanderungsminister schiebt “öffentliches Interesse” vor

Der Serbe will eigentlich ab Montag seinen Titel bei den Australian Open verteidigen. Nun wird die Zeit bis zur Eröffnung des ersten Grand-Slam-Turniers – Djokovic gewann es bereits neunmal (Rekord!) – knapp. Hawke begründete den Entzug des Visums mit dem “öffentlichen Interesse”. Die Regierung sei “fest entschlossen die Grenzen Australiens zu schützen, insbesondere in Bezug auf die Covid-19-Pandemie.”

Australien fährt ein knallhartes Regime, verweigert teilweise seinen eigenen Bürgern die Einreise aus dem Ausland, setzt mittlerweile zwei Corona-Spritzen oder einen medizinischen Ausnahmegrund dafür voraus. Djokovic beteuert, dass man ihm gegenüber kommunizierte, dass eine Genesung innerhalb der letzten sechs Monate eine solche darstelle.

TV-Moderatoren: “Lügendes, hinterhältiges Arschloch”

Djokovic bekam auf der Basis dieser Auskunft sogar zwei Ausnahmegenehmigungen – einmal von Tennis Australia, einmal von der Regionalregierung von Victoria. Doch längst ist der Fall ein Politikum, über welches die ganze Welt diskutiert, seitdem die Bundesbehörden bei seiner Einreise das Visum nicht akzeptierten. Während ihm aus der serbischen Heimat viel Unterstützung zufliegt, zerreißen sich Medienmacher rund um den Globus das Maul über den Ausnahmesportler.

Im Glauben, die Kameras seien bereits aus, zogen zwei australische Nachrichtensprecher live im Fernsehen über ihn her. Darin wurde er als “lügendes, hinterhältiges Arschloch”, seine Angaben über die jüngste Erkrankung als “Bullshit” bezeichnet. Sie befürchteten, dass er “damit durchkomme” und meinten, dass “die meisten normaldenkenden Leute” ihn ebenfalls für ein “Arschloch” hielten. Bei der Abschiebung – damals war der Bescheid frisch gerichtlich ausgesetzt – habe man “es verschissen”.

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Die Zeit drängt: Corona-Diktatur ringt um Gesicht

Die Beschwerde von Djokovic soll nun trotz des Wochenendes bereits am Sonntag abgeschlossen werden. Die Verhandlung findet vor dem Bundesgericht statt. Seine Anwälte drängen auf eine schnelle Entscheidung zugunsten ihres Mandaten. Bis zur Anhörung vor dem Bundesgericht ist eine Abschiebung jedenfalls tabu, dies stellte Richter Anthony Kelly – er gab bereits seinem ersten Einspruch statt – deutlich heraus. Diese findet am Sonntag zur Mittagsstunde statt, schon im Morgengrauen muss Djokovic zu einem Termin bei der Einwanderungsbehörde.

Aber selbst im Fall einer Ablehnung ist die Sache noch nicht vorbei. Möglich wäre etwa ein Überbrückungsvisum bis zu einer endgültigen Rechtsentscheidung. Djokovic könnte damit zunächst spielen, bis alle Rechtsmittel ausgeschöpft wurden. Im besten Fall könnte er somit per einstweiliger Verfügung das ganze Turnier spielen und vielleicht gewinnen. Der australischen Corona-Diktatur ist aber auch zuzutrauen, den Sportler ohne Rücksicht auf Verluste während eines Spiels und vor laufenden Kameras auf dem Tennisplatz zu verhaften, um ein Exempel zu statuieren. Im schlimmsten Fall drohen nach den Bestimmungen des Einwanderungsgesetzes angeblich sogar bis zu drei Jahre Einreiseverbot.

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Djokovic als “Symbol und Anführer der Freien Welt”

In einer Pressekonferenz erklärte Srdjan Djokovic, der Vater des Weltranglistenersten, seinen Sohn zu einem “Symbol und Anführer der freien Welt”. In diesem Kampf stünden “auf der einen Seite gierige Mitglieder der Weltoligarchie, auf der anderen die ganze freiheitsliebende und stolze Welt, die immer noch an Gerechtigkeit, Wahrheit, Fairplay und die Träume ihrer Kinder glaubt”. Auch Staatspräsident Aleksandar Vucic stellte sich hinter Djokovic. Bei den Demonstrationen in Österreich am vergangenen Wochenende erklärten sich etliche Bürger auf Schildern solidarisch mit dem Sportler.

Der Sieger von 20 Grand-Slam-Turnieren – auch das ist Rekord (gemeinsam mit Federer und Nadal) – sprach sich seit Monaten gegen einen Spritzenzwang für die Teilnahme an Turnieren aus. Fragen zu seinem Impfstatus beantwortete er bis zum Wirbel um seine Einreise nach Australien monatelang nicht. Vor kurzem teilte er außerdem gegen die Methoden der Einheitspresse aus, die nur “Propaganda für die Elite” mache und voneinander ungeprüft abschreibe. Seine aktuelle Behandlung sorgt allerdings auch unter einzelnen Journalisten hierzulande für Entsetzen, so etwa bei Ex-Bild-Chefredakteur Julian Reichelt.

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