In zwei Fällen von Widerstand gegen die Staatsgewalt wurden in St. Pölten drei Polizisten verletzt. In einem Fall prügelte ein Ungar auf zwei Beamte ein, in einem weiteren Fall drehte ein „junger Mann mit Migrationshintergrund“ am Bahnhof durch.

Der erste Vorfall trug sich bereits am 14. Oktober zu. Zwei Personen schleuderten Flaschen und Gläser auf die stark befahrene Mariazeller Straße. Vor Ort stellte die Polizei fest, dass es sich um extrem alkoholisierte ungarische Staatsbürger handelte. Einer der beiden wurde von den Beamten zu seiner Wohnung eskortiert, wo er sich ausweisen sollte. Als die Beamten seine Wohnung betreten wollten, wurde er extrem aggressiv und prügelte auf sie ein. Ein Polizist wurde dabei an der Wange verletzt, seine Kollegin am Knöchel. Der 29-jährige Raufbold wurde vorübergehend festgenommen.

Am 17. Oktober kam es zu einer Personenkontrolle am Brennpunkt Bahnhof St. Pölten. Ein 16-Jähriger wollte die Flucht ergreifen und attackierte den eingesetzten Beamten mit gezielten Fausthieben, Tritten und Schlägen. Der als Russe bezeichnete junge Mann konnte erst durch das Zusammenwirken mehrerer Beamter am Boden fixiert und verhaftet werden. Sein Prügel-Opfer erlitt blutende Wunden und Prellungen. St. Pölten hat eine große Tschetschenen-Szene. Ein Teil davon ist für eine gewisse Affinität zu Gewalt und Kriminalität bekannt.