Ja, uns ist völlig klar: Dieses Zitat tätigte Eckart von Hirschhausen nicht im Zuge der Debatte um die Corona-Impfung, sondern als generelle Aussage bereits vor drei Jahren. Aber auch aktuell steht er an vorderster Front all jener, die sich für die Corona-Impfung stark machen. Damit steht er exemplarisch für weite Teile des Mainstream-Medien-Apparats, die einen eher unkritischen Zugang zu diesem schwierigen Thema pflegen. 

Hirschhausen moderiert seit Jahren Wissensshows für die ARD und den NDR, hatte früher auch ein eigenes Talk-Format. Regelmäßig schreibt er für mehrere Zeitungen auch scharfe Gastkommentare. So war es auch am 27. April 2018, als er in einem Beitrag für die „Welt“ zum Thema Impfungen Stellung bezog. Der Mann, der selbst Medizin studierte, befand, dass sich „niemand von uns es sich leisten kann, selbstgefällig zu werden“. Er plädierte für eine breite Impfbereitschaft der Bevölkerung.

„Gemeinschaftsschutz“ gegen „asoziale Trittbrettfahrer“

Jene, die generell zum Thema Impfungen – oder bestimmten Impfungen im Besonderen – einen abwartenden und kritischen Zugang haben, beschimpfte er hingegen: „Impfen schützt den Einzelnen und die Gemeinschaft. Wer sich nicht impfen lässt, ist ein asozialer Trittbrettfahrer. Wer sich und sein Kind impfen lässt, leistet dagegen einen mitunter lebensentscheidenden Beitrag zur Gesundheit von anderen. Und dafür sollten wir ein positives Wort verwenden wie ‚Gemeinschaftsschutz‘!“

Dass bereits vor Corona immer mehr Personen diesem Thema negativ entgegen treten, schob er der Informationsgesellschaft zu: „Menschen werden durch Fehlinformationen in die Irre geführt und Mythen, die hauptsächlich über das Internet verbreitet werden, verunsichern die Öffentlichkeit.“ Dabei hält er Impfungen für unfehlbar: „Fakt ist: Impfen ist sicher, solidarisch und sinnvoll.“

Nach Teilnahme an Feldstudie folgt Propaganda-Doku

Freilich ging es damals um das Thema einer seinerzeit heiß debattierten Masern-Impfpflicht für Kinder – die grundlegende Einstellung zum Thema Impfen hat sich bei Hirschhausen auch nicht bei den hastig entwickelten Corona-Impfungen geändert. Im Gegenteil: Er meldete sich sogar als Proband für eine Impfstudie an. An den Erfahrungen ließ er dann die Öffentlichkeit in Form einer ARD-Dokumentation teilhaben. Sein Ziel: Er möchte für die „Notwendigkeit“ auch dieser Impfgabe werben…

Die Ärzte-Zeitung bewertete dieses Vorpreschen dann übrigens nicht „Vordrängeln“, sondern huldigte seiner Bereitschaft, als Proband zu fungieren: Er nehme den Menschen „souverän“ die Angst vor dem Vakzin. Dass sein Tagebuch keine Nebenwirkungen dokumentiert, sieht das Fachmagazin als Indiz für die Sicherheit der neuartigen mRNA-Vakzine. Das Fachmagazin nimmt hier also den Selbstversuch eines Einzelnen für eine pauschale Entwarnung. 

Impf-Fanatiker Hirschhausen wiederholt sein Mantra

Dabei häufen sich in vielen Ländern die Nachrichten über teils schwerste Nebenwirkungen insbesondere bei den mRNA-Impfungen. Auch Todesfälle von Personen nur kurze Zeit, nachdem sie den Pfizer/BioNTech-Impfstoff erhielten, wurden bekannt. In einem Fall in Deutschland verstarb eine Frau (90) nur eine Stunde nach Gabe des Vakzins. Ein wie auch immer gearteter Zusammenhang wurde schnell ausgeschlossen…

Hirschhausen hingegen beschwichtigt und gibt infolge seines Selbstversuches eine Entwarnung. Die Botschaft an die Seher, die das Machwerk indes für ein neutrales journalistisches Stück anstatt die Propaganda eines Impf-Fanatikers halten, ist übrigens dieselbe wie vor drei Jahren. „Impfen ist sinnvoll, sicher und vor allem solidarisch“, so sein wiederholtes Mantra.