In Hameln hat die Polizei Anfang der Woche eine verbotene Versammlung aufgelöst. 15 Erwachsene hatten es gewagt, mit 15 Kindern einen Kindergeburtstag zu feiern. Während alle 30 Personen gemeinsam problemlos mit der Bahn oder Bus hätten anreisen können, ist der gemeinsame Aufenthalt in einer Wohnung in Zeiten der Corona-Politik strikt untersagt. Es finden sich in Deutschland offenbar immer „nette Nachbarn“, die den Staat informieren, der auch sogleich seine Schergen schickt, um die neuen Gesetze, Regelungen und Verbote durchzusetzen.

Ein Kommentar von Alina Adair

Was sind das für Menschen, die einen Kindergeburtstag verpetzen?

Die Durchsetzung der Verbote passierte auch in Hameln. Als die Polizei anrückte und die verdächtige Wohnung durchsuchte, wurden die Beamten fündig. In der Toilette hatte sich tatsächlich eine Frau mit fünf Kindern eingeschlossen. Andere hatten sich in Schränken versteckt, um den wachsamen Augen der Behörden zu entgehen. Gegen die 15 anwesenden Erwachsenen wurden Verfahrung wegen Verstoß gegen die Corona-Verordnungen eingeleitet. Sie haben vermutlich Bußgelder zu erwarten.

Was ist das für ein Staat, der Kindergeburtstage stürmt und beendet?

Ist das noch eine Demokratie, wenn willige Polizisten dem Staat dabei helfen, Gesetze durchzusetzen, bei denen sich das Ausland verwundert die Augen reibt? Alle 30 Personen hätten nicht nur gemeinsam anreisen können, sie hätten sich auch zusammen in der Schule oder in einem Büro aufhalten dürfen. Das wäre völlig legal gewesen und der Staat hätte nicht reagiert, ein Kindergeburtstag stellt jedoch angeblich eine Gefahr dar.

Was sind das für Polizeibeamte?

Was sind das für Charaktere in Uniformen, die tatsächlich einem Kind den Geburtstag verderben und eine Wohnung nach minderjährigen „Corona-Verbrechern“ durchsuchen?

Ende November hatte eine Elfjährige auf der Querdenken-Bühne in Karlsruhe geschildert, wie es sich für sie anfühlte, als sie ihren Kindergeburtstag wegen der strengen Corona-Regeln hatte heimlich feiern müssen. Das Mädchen schilderte, dass sie ihre Geburtstagsfeier während Corona mit ihren Freunden heimlich habe feiern müssen, weil sie sonst vielleicht von Nachbarn verpetzt worden wäre. „Ich fühlte mich wie bei Anne Frank, wo sie mucksmäuschenstill sein mussten, um nicht erwischt zu werden. Mainstreammedien zerrissen sie folglich, da sie den Vergleich mit dem jüdischen Mädchen Anne Frank als unvertretbar hielten. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe begann nicht zu ermitteln, da die Elfjährige nicht strafmündig ist und ihre Äußerungen keinen Straftatbestand darstellten.

„Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.“ 

Zitat: Tucholsky

(AA)