Wenn Politiker in die Wirtschaft wechseln, hinterlässt das bei vielen Wählern einen unangenehmen Beigeschmack. Man mag natürlich nichts „Unanständiges“ daran finden, dem Ruf des anständig vom Steuerzahler finanzierten Geldes zu folgen, auch wenn dieser Ruf aus Staatsnähe kommt…

Eine Reportage von Chefredateur Christian Seibert und Rene Rabeder

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„Nichts Unanständiges“

Der oberösterreichische Landesrat und Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl tritt, wie berichtet, zum Jahreswechsel die Nachfolge Johann Sereinigs als Vize-Vorstandschef beim staatsnahen Stromanbieter „Verbund“ an.

Dass er in seiner künftigen neuen Aufgabe als Manager des börsennotierten Unternehmens, das sich zu 51 Prozent mehrheitlich in Händen der Republik Österreich befindet, auch deutlich mehr verdienen wird, bezeichnete der großgewachsene Noch-Politiker zuletzt in einem Interview mit den „OÖN“ als „nichts Unanständiges“.

Gehalt verfünffacht

Als für die Bereiche Wirtschaft, Arbeit, Forschung, Wissenschaft, Energie, Tourismus, Raumordnung, Landesholding, Europa und Sport zuständiger Landesrat und stellvertretender Landeshauptmann Oberösterreichs, musste sich der ÖVP Berufspolitiker noch mit einem Gehalt von jährlich etwa 227.000,- Euro brutto begnügen.

Nach seinem Wechsel in die Bundeshauptstadt Wien, wird sich sein Einkommen nun auf rund 1,16 Millionen Euro im Jahr mehr als verfünffachen. Manager von staatsnahen Betrieben bleiben ganz generell weiterhin die unangefochtenen „Gagenkaiser“ der Nation. Denn es gibt noch zahlreiche weitere, oft verschwiegene Fälle.

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