Stadt Linz sauer: Linke Wut-Demo kostete 100.000 Euro
Foto Hintergrund: Leserreporter / Vordergrund: Screenshot Facebook / Bildkomposition "Wochenblick"

Nach der Linken-Demo gegen den Kongress „Verteidiger Europas“ kochen auch in der Linzer Stadtpolitik die Gemüter hoch. Im Zuge der Demo kam es zu erheblichen Sachbeschädigungen und Ausfällen gegen die Polizei.

Schon mehrfach sind bei so genannten ‚Antifa‘-Demonstrationen linker und linksextremer Kräfte nicht nur der Veranstalter einer friedlichen Veranstaltung (Beispiel in Wien: Akademikerball) belästigt und horrende Kosten für einen sonst nicht nötigen Polizeieinsatz verursacht, sondern auch unbeteiligte Bürger geschädigt worden.

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Kanzler Kern bedankte sich bei Linken-Demo

Auch diesmal haben es die Veranstalter entweder mangels Kompetenz nicht geschafft oder war es ihnen zumindest egal, dass gleich mehrere österreichische Gesetze nicht eingehalten wurden“, betonte jetzt der Linzer Vize-Bürgermeister Detlef Wimmer.

Zwar blieb die Demo hinsichtlich der Teilnehmerzahl deutlich unter den Erwartungen der Veranstalter. Laut Polizei kam es jedoch zum Einsatz mutmaßlich illegaler Feuerwerks- und Sprengkörper sowie einiger Verstöße gegen das Vermummungsverbot auf der Linken-Demo. „Auch andere Gebäude ohne jeden Bezug zur Veranstaltung wurden beschädigt, beispielhaft in der Hirschgasse und an der Landstraße. Linzer Ortstafeln wurden verunstaltet.“

Polizei an Belastungsgrenze

In Polizeikreisen werden indes die Kosten im Zusammenhang mit der Gegendemo gegen den rechten Kongress sowie befürchtete Ausschreitungen und Attacken auf rund 100.000 Euro geschätzt. Dabei seien noch nicht die Kosten für Hubschrauber sowie Aufwendungen für Fahrzeuge einbezogen worden. Zahlreiche Polizisten mussten viele Überstunden leisten, fühlten sich ausgezehrt und ausgebrannt.

Besonders brisant: Bundeskanzler Kern (SPÖ) hatte den Gegendemonstranten, die jetzt eine Spur der Verwüstung hinterlassen haben, im Vorfeld seine Unterstützung ausgesprochen! Auf Facebook hatten die Veranstalter der linken Demo bereits eine wohlwollende Grußbotschaft von Kern veröffentlicht:

Politische Beobachter fordern bereits eine deutliche Distanzierung von den linksextremen Gewalt-Demonstranten durch Kern sowie ernsthafte politische Konsequenzen.

Linke: Polizei-Kontrollen unverständlich

Seitens der Unterstützer und Veranstalter sind jedoch noch keine Distanzierungen von den Gewalttätern in ihren Reihen bekannt. So heißt es bei der besonders radikalen „autonomen antifa w“ unmißverständlich auf Facebook: „Gegen Heimat, Volk und Vaterland (…) Für eine Handlungsstarke Radikale Linke!“ Einige Facebook-Nutzer äußern in der Kommentarspalte bereits ihren Unmut über die Gewalt-Exzesse auf der Demo:

In einer OTS-Aussendung der Veranstalter werden starke Vorwürfe gegen die Polizei laut:  „Im Vorfeld, aber auch auf der Demonstration selbst, kam es jedoch zu mehreren Provokationen durch die Polizei.“ So sind bei der Anreise der Demonstranten unter anderem zwei Busse der Wut-Linken durch die Polizei auf Waffen und gefährliche Stoffe untersucht worden. Für die Veranstalter bleiben die Polizeikontrollen auch nach den heftigen Gewalt-Exzessen unverständlich. „Wir werten diese mehr als fragwürdige Amtshandlung als weiteren Einschüchterungsversuch gegen antifaschistische Linke. Davon lassen wir uns jedoch nicht beeindrucken. Auch während der Demonstration selbst ist es zu zahlreichen Schikanen gegen den Antifa-Block gekommen“, heißt es verärgert in der OTS-Aussendung.

Unmut bei Anwohnern und Besitzern von Geschäften

Großer Unmut herrscht auch bei den Besitzern von Geschäften auf der Landstraße („Wochenblick“ berichtete). So kam es unter anderem zu Farbbeutelattacken durch linksextreme Randalierer auf Gebäude, die nicht in Zusammenhang mit dem Kongress „Verteidiger Europas“ standen:

Linz: Große Wut über linke Krawall-Attacken 1

Vize-Bürgermeister Wimmer zog daraus eine klare Bilanz: „Wer diese kriminellen Handlungen auch nur am Rande unterstützt hat, ist aufgerufen, sich sofort davon zu distanzieren und künftig politische Meinungen auf friedliche Weise zum Ausdruck zu bringen. Nicht – wie die Chaos-Demonstranten behaupten – Landeshauptmann Josef Pühringer oder der Kongress ‚Verteidiger Europas‘ sind eine Schande für Oberösterreich, sondern sie selbst und ihre kriminellen Taten.

Wir werden ermitteln, welchen Schaden diese politisch unreifen und teils sogar sehr gefährlichen Demonstranten der Allgemeinheit und somit uns Steuerzahlern verursacht haben. Mit dieser Kritik müssen sie leben – und werden hoffentlich endlich daraus lernen.“

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