Mit ihren Schilder-Protestaktionen kämpft die Mühlviertler Mutter Elisabeth Nenning (37) gegen den Irrsinn der Maßnahmen an, dem die Bevölkerung unter Hinweis auf die Eindämmung der Corona-Pandemie schon seit Längerem ausgesetzt ist.

Von Kurt Guggenbichler

Grundrechte nicht verhandelbar: Sie kann nicht anders

„Protest, Aufklärung und Auflehnung ist wichtig“, sagt die zweifache Mutter, die hauptberuflich als Lohnverrechnerin arbeitet. Viel bequemer für sie wäre es, sich zurückzulehnen und den Dingen ihren Lauf zu lassen, aber das will Elisabeth nicht. „Ich kann nicht anders“, sagt sie in Anspielung auf Martin Luthers berühmte Worte, als der sich auf dem Reichstag zu Worms dem Kaiser erklärte und nicht von seinen Thesen abrückte.

Elisabeth Nenning nagelt keine Thesen an Kirchentüren. Sie stellt aber dort, wo viel Publikum umläuft, ihre selbst hergestellten Plakate und Schilder auf. Damit macht sie nicht nur auf den Erhalt unserer Grundrechte und auf die vielen Ungereimtheiten in der Corona-Bekämpfung aufmerksam, mit ihren Aktionen setzt sie sich auch für das Wohl der Kinder und gegen den Impfzwang ein.

Nächste Aktion ist bereits in Planung

Ihre Feuertaufe als einsame, aber friedliche Widerstandskämpferin hatte sie unlängst in Amstetten, wo es ihr gelang, das Interesse der Passanten zu wecken. Zur Zeit ist sie mit der Planung ihrer weiteren Aufklärungsauftritte beschäftigt und als nächste Örtlichkeit hat sie Au an der Donau im Visier, weil dort an schönen Tagen viele Radler und Wanderer vorbei kämen.

Vernetzung mit Gleichgesinnten

Mit ihren Plakataktionen macht sich Elisabeth nicht nur Freunde, auch nicht im eigenen Heim. „Für meinen Mann sind meine Aktionen an der Grenze des Erträglichen“, gesteht Elisabeth Nenning, die auch die Oberösterreich-Statthalterin eine jungen Gruppierung namens „Freiheitsboten“ ist, die hauptsächlich übers Internet agiert.

„Dort tauschen wir uns über neue Entwicklungen aus“, betont sie, „informieren uns und andere über alle neuen Erkenntnisse in der Corona-Bekämpfung und auch über eventuelle weiter geplante Einschränkungen und Abbau von persönlichen Freiheiten etc.“ Dies sei besser, als nur untätig herumzusitzen.