Das Ende der freien Bildung ist da! Mit gestern haben in Österreich wieder die Maturaprüfungen begonnen – allerdings nur für Schüler, die geimpft, negativ getestet oder genesen sind. Die Diskriminierung macht also auch vor impfkritischen Schülern nicht halt, denn ein Uni-Studium ist ohne Matura nicht möglich.

Seit gestern läuft bereits die schriftliche Matura, bei der es keine vom Bundesministerium vorgegebenen Aufgabenstellungen gibt, wie beispielsweise bei Fachprüfungen der Berufsbildenden höheren Schulen (BHS). Das betrifft Fächer wie Rechnungswesen oder Physik und Biologie an Realschulen. Mit heute beginnen die vorgegebenen Prüfungen der Zentralmatura mit Deutsch gefolgt von Mathematik am Freitag.

Nicht alle dürfen zur Matura

Zugelassen zur Matura werden allerdings nicht alle Schüler, denn Anfang April wurde eine neue Verordnung des Gesundheitsministeriums erlassen (Wochenblick berichtete). Diese sieht vor, dass nur Schüler zur Matura antreten dürfen, die einen negativen Test vorweisen können, eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben oder geimpft sind. Gültig sind die Testergebnisse dabei für maximal 48 Stunden, außer es handelt sich um PCR-Gurgeltests. Bei diesen darf das Ergebnis bis zu 72 Stunden alt sein. Bei Schülern, die schon Covid-19 hatten, reicht eine ärztliche Bestätigung, ein Antikörpertest oder ein abgelaufener Absonderungsbescheid. Diese Bestimmungen gelten auch für die heuer nur freiwillig stattfindende mündliche Matura. Für mündliche Prüfungen mussten sich Schüler bis spätestens 23. April anmelden. Wer nicht antritt, erhält die Note des Jahreszeugnisses als Maturanote. Interessant ist ein Antreten daher wohl nur für diejenigen, die ihre Note verbessern möchten.

Ende der freien Bildung

Durch diese Zutrittsbeschränkungen bei der Matura wird die Zweiklassengesellschaft im Bereich der Bildung quasi zementiert, denn für ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule ist die Matura grundsätzlich eine Voraussetzung für die Zulassung. Universitäre Bildung bleibt somit nur noch denen vorbehalten, die eines der drei „Gs“ erfüllen. Der früher hochgehaltene freie Zugang zu Bildung bzw. der freie Hochschulzugang sind dank dieser Corona-Politik somit Geschichte.

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