Autofahrer, Geschäftsleute und Bewohner der Linzer Innenstadt werden heute einmal wieder viel Geduld brauchen. Bei ihrem „4. Globalen Klimastreik“ wollen die Schulschwänzer von „Fridays for Future“ heute wieder demonstrieren. Damit nicht genug: Am Nachmittag wird dann noch eine zweite Protestveranstaltung für Staus rund um den Hauptplatz sorgen.

Angemeldet wurden 7.000 „FFF“-Teilnehmer, die vom Hauptbahnhof bis zur Tabakfabrik marschieren wollen. Zudem hält die „Initiative autofreier Hauptplatz“ eine weitere Kundgebung ab.

Belastung fürs Klima

„Wir fordern einen sofortigen Stopp des Ausbaus von Autobahnen und stattdessen den massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Radnetzes“, heißt es im Demo-Aufruf von Fridays for Future. Dass es durch die Proteste zu Staus – und damit einer noch größeren Schadstoffbelastung – kommt, ist auch dem freiheitlichen Stadtrat Michael Raml ein Dorn im Auge.

Im Stau stehende Autos verursachen noch viel mehr Schadstoffe, als wenn der Verkehr flüssig ist. Engagement für Klimaschutz ist recht und schön, aber schon alleine diese eine konkrete Demonstration schadet durch die massiven Verkehrsbehinderungen der Luft und somit dem Klima“, hält Raml mit Kritik an der Aktion nicht zurück.

„Wahres Engagement würden die Schüler zeigen, wenn sie an einem Samstag oder Sonntag früh morgens nach dem fortgehen demonstrieren würden. Das würde auch keine klimaschädlichen Verkehrsbehinderungen auslösen“, so Raml gegenüber dem Wochenblick weiter. Eine Demonstration Freitag zur Mittagszeit in der Linzer Innenstadt ist für den Stadtrat aber reine Provokation.

Der freiheitliche Stadtrat Michael Raml übt Kritik an den Demonstranten in Linz. Im stau stehende Autos seien für das Klima viel schlimmer, als fließender Verkehr …

 

Verkehrs-Info:

Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Linzer Polizei, sind die Klima-Demos eine große Belastung. „Wir werden entlang der Strecke alle Straßen über die gesamte Breite aus Sicherheitsgründen sperren müssen“, verkündete Heinz Felbermayr von der Linzer Verkehrspolizei.

Doch mit Gretas Schulschwänzern, deren Kundgebung um 15:15 Uhr bei der Tabakfabrik enden soll, ist heute noch nicht Schluss:

Um 16 Uhr findet eine Aktion auf dem Hauptplatz statt. Die Polizei riegelt hier alle Straßen rundherum ab, auch die Durchfahrt vom Hauptplatz auf die Nibelungenbrücke wird gesperrt sein. Es wird ersucht, über den Römerbergtunnel und die Obere Donaulände auszuweichen.